O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 16. (Budapest, 1975)

Stohl, G.: Die Regelung der Fortpflanzungstätigkeit bei Mus musculus spicilegus (Petényi) 55-72. o.

Die bestimmende Rolle der eingenommenen Rangordnung war in unserem Isolât No 27 unmittelbar feststellbar (Tabelle IL, Abb. 1.). Also nicht das regelmässige Ge­schlechtsleben des rangersten Weibchens wie Brunft, Trächtigkeit, Geburt von jungen Tieren sowie deren Aufzucht usw. verhindert den regelmässigen Geschlechtszyklus bei den rangniedrigeren ausgewachsenen Weibchen, sondern einzig und allein ihre Stellung in der Rangordnung. Im erwähnten Fall konnte selbst das rangerste Weib­chen keine Jungen werfen und grossziehen. Diesem ganzen Regelungsmechnismus kommt - aller Wahrscheinlichkeit nach - auch unter natürlichen Bedingungen eine grosse biologische Bedeutung zu. Vieles spricht dafür, dass wildlebende Mus musculus spicilegus Bestände in Form von kleinen Iso­laten existieren: ein jeder Stall, Lagerraum, Vorratskammer usw. hat ihren eige­nen Bestand an spicilegus. Dies geht auch aus den Beobachtungen von ADAMCZYK und PETRUSEWICZ (1966) hervor. Eine Massenvermehrung innerhalb des eingenom­menen Territoriums wird durch den oben geschilderten Regelungsmechanismus ver­hindert. Andererseits wird aber auch das weitere Existieren der kleinen isolierten Populationen ebenfalls durch diese Rückkoppelung gesichert. Fällt das rangerste geschlechtlich aktive Weibchen aus, das bisher an der Aufrechterhaltung des Bestan­des vor allem beteiligt war, so übernimmt ihre wichtige Funktion sofort das nächst­folgende ausgewachsene, potentiell schon fortpflanzungsfähige Weibchen. Und dieser fein ausbalancierte Regelungsmechanismus muss irgendwie im Genotyp der Wildform, Mus musculus spicilegus verankert sein. Eine tiefgreigende Veränderung des auf die Wildform bezeichnenden Genotyps kann bis zum völligen Schwund dieser Regelung führen. Nur damit lässt sich das völlige Verschwinden dieses eigentlich vorhandenen, artcharakteristischen - und einen grossen adaptiven Wert besitzenden - Verhaltens­musters bei Labormäusen erklären. Der grosse Unterschied, der sich in der Rege­lung der Fortpflanzungstätigkeit bei einer Wild - und mehreren Hausformen der Art Mus musculus so kräftig durchsetzt - auch unter vollkommen ähnlichen Lebensbedin­gungen, muss letzten Endes auf ein domestikationsbedingtes Auseinanderfallen von ursprünglich zusammenhängigen Verhaltensweisen (im Sinne von LORENZ, 1959) oder auf eine Hypertrophie des Sexualtriebes bei den domestizierten Formen (im Sinne von IMMELMANN, 1962). Obwohl das Wesen dieses bedeutungsvollen Unterschiedes zwischen Wild- und Haustier zur Zeit noch keinesfalls als endgültig aufgeklärt be­trachtet werden darf, beweist er doch mit aller Deutlichkeit die enge Verknüpfung der oben geschilderten "Geburtenregelung" mit dem Genotyp der Wildform: Mus musculus spicilegus PETÉNYI. STOHL G.: A gözüegér (Mus musculus spicilegus PETÉNYL 1 szaporodási tevékenységének szabályozása A hazánkban többé-kevésbé zárt populációkban, kisebb izolátumokban élő gözüegér (Mus musculus spicilegus PETÉNYI, 1882) szaporodásában jól kiegyensúlyozott, visz­szacsatolás jellegű szabályozó mechanizmus érvényesül. Az ivarérett nőstények közül csak a rangsor első helyét elfoglaló egyed ivarzik és termékenyül rendszeresen, és igy csakis ez az egyetlen egy nőivarú állat vesz részt az állomány fenntartásában.

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