O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 11/1-2. (Budapest, 1969)

Boros, I. ; Dely, O.: Einige Vertreter der ungarischen Zoologie an der Wende des 19.-20. Jahrhunderts und die wissenschaftshistorische Bedeutung ihrer Tätigkeit 3. István (Stephan) Bolkay (1887-1930) 33-126. o.

und in Weltausmassen anerkannter, würdiger Zoologe war er fest 24 von der Richtigkeit seiner Feststellung überzeugt. Seine Emp­findlichkeit wurde durch das Verfahren des selbstbewussten , 25 freimütigen und manchmal auch etwas herben Benehmen des jun­gen Praktikanten so sehr verletzt, dass nach öfteren und schär­feren Debatten, BOLKAY es vorzog - auf seinem Standpunkt je­doch aushaltend - vorläufig seine wissenschaftliche Tätigkeit in die unter Führung von E. CSIKI stehende Käfersammlung zu verle­gen, wo er als literarisch gut bewanderter Coleopterologe , von CSIKI dem Leiter der Sammlung, mit Freuden aufgenommen wurde. Aus dieser Zeit stammen einige neuere coleopterologische Ar­beiten von ihm, die sich hauptsächlich mit der Klärung der sys­tematischen Stellung einiger aus exotischen Gebieten stammender Formen befassen,und in denen er einige neue Arten und eine neue 2 6 Gattung aus Neu-Guinea beschreibt. Nach seiner Abrüstung im Herbst 1912 kehrte er nach Budapest zurück, wo ihn eine unerwartete und unangenehme Überraschung erwartete. Dr. GÉZA HORVÁTH, der damalige Direktor der ZOOLOGI­SCHEN ABTEILUNG DES NATIONAL MUSEUMs, ein hervorragender Ento­mologe, wollte auf Grund der Auseinandersetzung mit MÉHELY und wahrscheinlich auf dessen Anklage gegen seinen Praktikanten, von der weiteren Anstellung BOLKAYs nicht mehr hören. Umsonst bemühten sich seine Freunde und Beschützer - FEJÉRV ÁRY kam erst im nächsten Jahr zum Museum - ihm zu helfen, HORVÁTH blieb fest 27 bei seinem Entschluss. BOLKAY aber, als Opfer seiner ver­letzten Eitelkeit konnte nun alles wieder von neuem beginnen. Die Welt seiner Jugendträume und Hoffnungen,das NATIONAL MUSEUM musste er verlassen, und einer neuen Stelle, neuer Möglichkei­ten zur Arbeit nachgehen. Aber auch diese schwere Situation liess ihn nicht verzweifeln; er vertraute auf sein Recht, auf seine Kraft und Fähigkeiten und wenn auch enttäuscht, doch arbeitete, zeichnete und publi­zierte er weiter. Ein grossartiges Zeichen seiner Berufenheit und ein Beweis seiner Fähigkeit Ist es,dass er gerade in diesen

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