O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 7/1-2. (Budapest, 1965)

Kretzoi, M.: Pannonicola brevidens n.g.n.sp., ein echter Arvicolide aus dem ungarischen Unterpliozän 131-140. o.

schieden tief; am weitesten ragt die Meta-Endoconid-Einbuch­tung gegen die Zahnmitte /"bzw. über diese hinaus/ ein, auf diese folgt die Pro to-Hypocond-Einbuchtung an Tiefe. Diesen beiden alternierenden - tiefsten - Einbuchtungen stehen die zwei anderen, Endo-, Hypo-, bzw.Para-Protoconid-Einbuchtung, besonders aber letztere weit nach. Die Einbuchtungen sind breit, gerundet, in der Mitte am tiefsten, nach aussen sind sie durch einen mehr-weniger hervorspringenden Randwall ab­gedämmt. Der Ablauf des Schmelzrandes ist geradlinig, ohne schlitzartigen Ausschnitten. Von den zwei Wurzeln ist die erste bedeutend schwächer; beide sind zu denen der Arvicoli­den gemessen schwach, zylindrisch /höchstens denen von Bara­nomys vergleichbar/. M^ ist im Grund genommen gleich M2 gebaut, nur etwas länglicher und primitiver. Dies lässt sich besonders im bei­nahe vollständigen Verschwinden der Para-Protoconid-Einbuch­tung, bzw. im frühzeitigen Verschmelzen von Eypo- und Endo­conid zu einem einheitlichen, fast die ganze hintere Hälfte der Kaufläche in Anspruch nehmenden Komplex erkennen. Mg ge­genüber ist die Dicke des Zahnschmelzes merkbar erheblicher, was aber Z.T.aus dem höheren individuellen Alter hervorgeht, was durch ein höheres Abkauungsstadium erkennen lässt. Die zwei Wurzeln sind klein und zylindrisch, wie bei M 2­Vergleiche. Die hochgradige Brachyodontie und Kürze der Molaren-Kauflächen, verbunden mit einem typisch arvicoloi­den, d.h. durch alternierende dreieckige Prismen charakteri­sierten Bauplan, verleihen den vorliegenden zwei Molaren ein so seltsames Gepräge, dass es mit keinem einzigen bekannten Typus gut verglichen werden kann. Wenn wir dennoch primitive Arvicoliden-Genera zum Vergleich heranziehen, so erfolgte dies bei steter Betonung der grossen morphologisch-phyleti­schen Lücke, die zwischen den verglichenen Typen besteht, bzw. den Abweichungen, die in der eingeschlagenen Entwick­lungsrichtung sich geltend machen. Obige in Kauf genommen, sei Pannonicola erst mit den

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