O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 2/1-2. (Budapest, 1960)

Keve, A.: Blutspecht (Dendrocopus syriacus Hempr. et Ehrenb.) in Ungarn 243-260. o.

weise an den beiden Ufern des Sees, und schon an der Nord­Ost-Spitze begegneten ele wahrscheinlich die von Nord-Osten vordringenden Populationen. Zu Beginn unseres Jahrhundertes wurde eine Arealaus­breitung mehrerer ost-mediterranischen Vogelarten durch die allgemeine Brwärmung Europas hervorgerufen, welche eines ihrer Zentren gerade am Ost-Balkan hatte. So Bind entlang des Tales der Morava-Wardar Flüsse einige Vogelarten nach Norden gedrungen. Das zeigte sich in Ungarn in der Popula­tionsvermehrung einiger Arten, z.B. Bienenfresser , Seiden­reiher usw., aber auch manche für Ungarn neue Arten sind er­schienen, z.B. Türkentaube,Blutspecht»Blass-Spötter. Am auf­fallendsten war die rapide Ausbreitung der Türkentaube, die heute schon England, Norwegen und Finnland erreicht hat. Am langsamsten schreitet der Blass-Spötter vorwärts, welcher heute kaum nördlich die Höche der Stadt Hódmezővásárhely entlang des Flusses Theiss erreichte /GYŐRY & SCHMIDT, im Druck/. Ziemlich langsam ging auch der Blutspecht vorwärts, welcher erst heute OberÖsterreich und Mähren erreicht hat. Karakteristisch ist für alle drei Arten, dass die Vögel der Kulturlandschaften sind.So bei dem Seidenreiher / Egretta Karzett a L., STERBETZ, im Druck/ erleichterten auch manche ökologische Umstände diesen Prozess, wie gerade zu Beginn der Populationsverdichtmig auch die Anlagen der Reiskultur. Bei den Kulturvögeln können wir gewissermessen an ein Vakuum der Kulturlandschaften denken, die verhältnissmässig spar­sammer besiedelt waren,und so standen keine ökologische oder ethologische Hindernisse gegen ihre Ansiedelung. Die Kultur­landschaften waren in Ungarn sporadisch zwar von den Turtel­tauben und den Buntspschten besetzt,aber für diese Arten war die Kulturlandschaft nicht das geeigneteste Habitat. So ga­ben die „Ureinwohner" dieses Terrain leicht auf, es waren keine bitteren Kämpfe zwischen ihnen und zwischen den Ein­dringlingen nötig. Wir besitzen zwar wenig Angaben über sol­che Kämpfe zwischen Türken- und Turteltauben, auch zwischen

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