O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 2/1-2. (Budapest, 1960)
Jánossy, D. ; Schmidt, E.: Extreme varianten des M1 der Feldmaus (Microtus arvalis Pallas) in Ungarn 137-142. o.
1959 zusammengebracht . Diese beiden Fundstellen liegen in Luftlinie in etwa 22C km Entfernung voneinander. Ss ist eine bedauernswerte Tatracne, dass das Cewöllmaterial grösstenteils schon zerfallen war und daher die iiar.dibeln , sowie die Schädel nicht nach den einzelnen Individuen isoliert werden konnten . Wir unterr.uch.ten aus der Fundstelle Velence etwa 400 Stück /2C0 rechte und 200 linke/ und von Tornyosnémeti rund 780 Stück /390 r. u. 390 1./ Kandibein von Kicrotus arvalis , - die morphologischen, sowie die Grössenvarianten vor Augen haltend . Die Vorderschleife des unteren ersten Kolaren variiert beträchtlich, obzwar die typieche Helmform als weitaus dominant erscheint. Jene Formen, die in der Literatur unter der Benennung forma „maskii" und „neolithicus" erwähnt werden /R :: RIG u. BORNER, 1905. MAN DACH, 1927/, konnten wir in kleinerer Zahl beobachten. Diese sind aber beinahe bei jeder Population auftretende Varianten /siehe diesbezüglich u.a.auch JÁN0SSY, 1955/. Unsere Aufmerksamkeit erweckten aber einige, ganz sporadisch vorkommende aberrante Formen, Im Material vor: Tornyosnámeti stiessen wir zuerst auf eine ganz eigentümliche Gestalt des M, /Abb. 2/. Der Ablauf der SchmKlzschlingen kann kaum mit einem der uns bekannten Arten verglichen werden. Der Zahn ähnelt einem kleinen, aberrar-ten Arvicoln oder einem Pitymys , mit einer kümmerlichen Vord<rschleife .Eine Identifizierung mit der Wasserratte ist wegen der Kleinheit des Zahnes ausgeschlossen /Zahnlänge 2,é mm/-und das Vorhandensein von Pitymys ist wenigstens sehr unwahrscheinlich, da in dem ziemlich grossen Material übrigens kein einziger Pitymys- M^ aufzufinden war.Das Wühlmausmaterial dieses Fundortes besteht rein aus M. arvalis . Diese Form vertritt eine interessante „Variations-Konvergenz" mit den rezenten mittel- bis ostasiatischen Arten der Mcrotus-Untergattungen Phaiomys BLYTH oder Blanfordlmys A!-:GY!',üPUL0, sowie der fossilen Gattung Allophaiomys KORMOS,