O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 1/1-2. (Budapest, 1959)

Jánossy, D.: Kleinvertebratenfauna aus der holozänen Ausfülung der Felsnische von Istállóskő 113-120. o.

dieser Art ist in den zwei Schichten auch nicht wesentlich verschieden. Die prozentualen Verhältnisse der Wühlmausreste der zwei Schichten weisen bemerkenswerte Verschiedenheiten auf. Wie auB der Liste ersichtlich, kommt in der unteren Schicht die Feldmaus in grösserer Zahl vor, als die Rötel­maus .während die, ein atlantisches Klima andeutende Kurzohr­maus / Pltymys / in beiden Schichten durch je ein Exemplar repräsentiert ist. - Diese Daten sprechen daftlr, dass wenig­stens zu Beginn der Zeitapanne der Ablagerung der unteren Schicht, die Entstehung des geschlossenen Waldes noch nicht beendigt war, die obere Schicht zeigt dagegen schon das Bild der heutigen Umgebung. Während dem, vor einigen Jahren durchgeführten serien­mässigen Kleinsäugersammeln im SzalaJka-Tal /d.h. in der Fortsetzung desselben Tales, wo der in diesem Aufsatz« zur Besprechung kommende Fundort liegt/ ist bestätigt worden, dass in der unmittelbaren Umgebung des wasserreichen Szalaj­ka-Baches die Wald- bzw. Gelbhalsmaus / Apodeaus flavlcollls MELCHIOR/ neben einigen Exemplaren der Feldmaus dominierte. In dem etwa 40-50 m höher liegenden Buchenwalde wurden dage­gen sozusagen ausschliesslich Rötelmäuse gesammelt und Apo­demu s kam nur sporadisch vor. Die Felsnische von Istállóskő zeigt es gut, dass in den Eulengewöllen die Tiere der „ Apo­demu s-Zone" und „ Clethrionomy s-Zone" gleichmässig vorkommen. In Ermangelung eines archäologischen Materiales ist die genauere Datierung solcher Funde eine schwierige Aufgabe. Die In den vergangenen Jahren zutage geförderten, schon oben zitierten schönen Schichtserlen aus der nacheiszeitlichen Periode Ungarns geben uns aber in dieser Hinsicht einige gu­te Anhaltspunkte. Wenigstens den unteren Teil der unteren Schicht datiert der Slclsta-Fund in das Mesolithikum und die untere Grenze der oberen Schicht deutet den Beginn der at­lantischen Periode an. Das ziemlich langsame Tempo der Abla­gerung dee Humuses erklärt es, dass die obere Schicht bis zum obersten Niveau als homogen erscheint.

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