Gábor Eszter: Die Andrássy Straße - Unser Budapest (Budapest, 2002)

■ Herzog-Palast (Andrássy út 93) unóerem Parlament nie bewilligt, also für Ungarn gesetzlich nicht gültig zu betrachten, wurden hier aufgehoben, zur ewigen Perplexität für jedes bildlich geschulte Auge und auf jeden Fall zum großen Schaden der hoch hinaus strebenden neuen Künstlergeneration unseres Landes." In diesem Abschnitt breitet sich die Straße wirklich aus; die nun niedrigeren Häuser stehen in fast doppelter Entfernung als die bisherigen, nach der Bajza utca reihen sie sich auch nicht mehr dicht nebeneinander auf, sondern Gärten oder Bäume trennen sie voneinander. In den ersten Häuserkomplexen befin­den sich zwei hervorstechende Gebäude: der neobarocke Palast unter der Num­mer 93 auf der ungeraden Seite, den Rezső Ray sen. 1885 für den Großhändler Péter Herzog (1838—1914) gebaut hatte. In dem zweistöckigen Palast lebte Herzog mit seiner großen Familie. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wohnte sein Sohn Mór Lipót Herzog hier und hier wurde auch die berühmte Kunstsammlung aufbewahrt. Dann benützte das Innenministerium das Gebäude jahrelang als Büro; heute werden die renovierten Büroräume zur Miete angeboten. Auf der geraden Seite zieht auch heute noch der Pallavicini-Palast (Andrássy út 98) die Blicke auf sich......Petschacher hatte ihn gebaut und gezeigt, daß er nicht nur Architekt, sondern auch Künstler im wahrsten Sinne des Wortes war. Der Palast drückt den aristokratischen Charakter der Familie Pallavicini aus — das war die künstlerische Aufgabe. (...) Der Schloßcharak­ter des Gebäudes ist klar unterstrichen. Hier finden wir das 'cour d'hon­­neur' Motiv, davor die herrlichen, nach Art des alten Milanoer Palazzo Mari- 42

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