Prohászka László: Der Donaukorso - Unser Budapest (Budapest, 1998)

zer ließ ein richtiges Gespür fürs Geschäft sein neues Lokal so nennen, da der Besuch des Prinzen kurz bevorstand. Während seines Besuchs in Budapest im September 1935 suchte Prinz Edward dieses Lokal dann auch mehrmals auf und trank hier einige Cocktails. Die Budapester Snobs machten es daraufhin zu ihrem Lieblingslokal. In der durch ihre hohen Preise berühmten exklusiven Bar spielte Ernő Vécsey Klavier. Eine weitere Attraktion bildete der abend­liche Auftritt zweier schöner Schauspielerinnen, der blon­den Csöpi Salamon und der schwarzhaarigen Lenke Szö- nyi. Auf der Seite des Thonet-Hofes zum Vigadó tér hin, Ecke Mária Valéria (heute Apáczai Csere János) utca gab es bis 1945 die Pilsener Bierhalle. Ihre riesige Terrasse war an Sommerabenden stets übervoll von Gästen. Auf der Seite des Gebäudes zur Donau hin befand sich früher das Café ülits, welches nun Café Donaucorso hieß. Seit 1940 leitete es ebenfalls Lajos Paulin, und er machte es zu einem frequentierten, beliebten Ort, wo abendlich bis zu 300 Abendessen bestellt wurden. Die Küche befand sich im Keller, und die Speisen wurden von einem speziellen Lift hinaufgebracht. Franz Lehár saß gerne hier, wenn er in Bu­dapest zu Besuch war. Abendlich spielte hier jener György Reklame - Amno 1937 27

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