Gábor Eszter: Budapester Villen - Unser Budapest (Budapest, 1997)

ton wirkte. (Die in den letzten Jahren vorgenommenen Umbauten haben all diese Werte verschwinden lassen.) Die einstige Villa von Ede Bresztovszky in der Csatárka utca 4/A (József Fischer, 1932) wurde zur Befriedigung besonderer Ansprüche erbaut. Der Auftraggeber war Jour­nalist bei der Népszava, nicht reich, verfügte jedoch über eine Bibliothek von fünfzehntausend Bänden. Die Villa war nicht größer als diejenigen in der Napraforgó utca, die Aufteilung jedoch anders. Im Erdgeschoß befand sich ein großes Wohnzimmer, die Küche mit den Nebenräumen, im ersten Stock neben Schlaf- und Badezimmer das Ar­beitszimmer, welches die Hälfte der Grundfläche einnahm. Das Zimmer im Verhältnis 1:2 hatte der Architekt so ge­plant, daß er soviel wie möglich ungebrochene Fläche an den Wänden aufwies. Die Beleuchtung erhielt der Raum durch das Fenster, welches die eine kurze Wand fast zur Gänze einnahm. Die gegenüberliegende kurze Wand war kompakt, an den langen Wänden war in der Nähe der lin­ken Ecke je eine Tür - der Eingang war in der Trennwand, an der Fassade die schmale Glastür zum Balkon hin. Nichts weiter. Diese rationale Konstruktion erscheint auch an den Fassaden. An der Westfront hat sich das aufrechte Rechteck der Balkontür an die rechte Kante des liegenden Die im Krieg beschädigte Bresztouszky-Villa wurde mit einem hohen Dach wieder in Ordnung gebracht, verlor somit aber ihren ursprünglichen Charakter. II., Csatárka utca 4/A 57

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