Gábor Eszter: Budapester Villen - Unser Budapest (Budapest, 1997)

hintereinander zwei Schlafzimmer, dazwischen das Bade­zimmer und die Garderobe; links davon das Speisezimmer. Den Kern der Wohnung bildet die aus Wohnzimmer, Spei­sezimmer und Terrasse bestehende Raumgruppe. Die Öff­nungen dieser drei Räume sind verschieden: die schmä­lere Seite des Wohnraums ist offen, fast die Hälfte des Speisezimmers ist verglast, die Terrasse hingegen an zwei Seiten frei - schrieb Kozma. Etwas weiter von der im Zweiten Weltkrieg schwer be­schädigten Szegő-Villa, ebenfalls am Gellértberg, in der Somlói út 76., stand die von ihm selbst entworfene Villa des Architekten Károly Dávid d. J. Sie wurde leider gänz­lich zerstört, und mit ihr verschwand auch das bedeu­tendste in Ungarn unter dem Einfluß von Le Corbusier gebaute Gebäude, welches Dávid kurz nach seiner Lehrzeit beim großen Meister gebaut hatte. Der damals noch junge ungarische Architekt wurde später durch den Entwurf des Empfangsgebäudes des Budapester Flughafens Ferihegy I. sowie des Volksstadions (Népstadion) bekannt. Bei der Mietvilla der damaligen Mész utca (Bimbó út 39.) hatte Kozma den ergebnisreichen Versuch unternommen, die Wohnungen des Hauses zur Natur hin zu öffnen. Das auf einen schmalen Grund gebaute Haus (ähnlich den Mietvillen in der Városligeti fasor) greift tief in den Garten hinein und steht nur mit seiner kurzen Seite zur Straße, ln jedem Stockwerk befinden sich zwei Wohnungen, wobei dem Grundriß nach die eine seitenverkehrt ist - die Haupt­fassade zur Straße hin entspricht also der Rückfront. Das Die einstige Szegő-Villa wurde im Krieg beschädigt, im Laufe der Neuerrichtung dann gänzlich umgebaut. XL, Somlói út 33/A 52

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