Radó Dezső: Parks und Wälder - Unser Budapest (Budapest, 1992)
kaum zu sehen. Bei klarem Wetter, und wenn die Lichtverhältnisse günstig sind, tauchen in 215 km Ferne die Bergketten der Hohen Tatra zwischen den Naszály- und Cserhát-Spitzen auf. (Zum ersten Mal sah man sie am 9. Dezember 1900.) Der budakeszi Wildpark Man muß den Bus Nr. 22 am Moszkva-Platz nehmen und an der Grenze der Gemeinde Budakeszi, am Sanatorium Korányi, aussteigen. Von der Bushaltestelle nach rechts muß man bloß den roten Markierungen folgen, um den mit Recht beliebten Wildpark zu erreichen, der im Süden hügelig ist, im Norden findet man tiefe Abgründe. Der 60 ha große Park hat eine ziemlich reiche Pflanzenwelt. Das ist eine eigenartige Landschaft mit Bäumen wie Stieleiche, Eiche, Quercus cerris, Buche, Esche, Kiefer, Schwarzkiefer, Lärche und Hagebuche. Was die Pflanzen mit nicht holzigem Stengel betrifft, findet man hier Lein, Wildnelke, Nieswurz, Eisenkraut, Giftdolch und aus der Eiszeit Festuca amethysti- na. Verschiedene Tiere wie Rehe, Hirsche und Wildschweine sind im Gehege. Im Park leben etwa 33 Vogelarten, die in den dicht aufgestellten Vogelhäuschen gefüttert werden. Auf jeden Fall lohnt es sich, den Hársbokor- Aussichtsturm aufzusuchen, der auf dem höchsten Punkt des Parks (436 m) zu finden ist. Der Besucher kann im Frühling die erwachende Natur und im Sommer die Natur in ihrer Blütezeit bewundern, im Herbst wird der Besucher vom Gelb, Gold, Braun und Purpur der Wälder in der Gmgebung fasziniert. Der SVÁB-BERG UND SEINE UMGEBUNG Der Sváb-Berg ist der beliebteste Erholungsort von Budapest, er ist für alle gut zu erreichen, auf seinen Wanderwegen verkehren am Wochenende mehr als 100000 Wanderer. Sogar auf der Hinfahrt mit der Zahnradbahn fasziniert uns die Berglandschaft. Die Talstation der Zahnradbahn ist in der Szilágyi Erzsébet-Allee, am Városmajor gegenüber dem Hotel Budapest. Sie wurde 1874 gebaut und führte in dieser Zeit nur bis auf den SvábDas Harang-Tal, der malerisch schöne Abhang von „Normafa“ 38