Adamkó Péter - Dénes György - Leél-Őssy Szabolcs: Die Höhlen von Buda - Unser Budapest (Budapest, 1992)

<1 Die József-hegyi Höhle. Gipskristalle im Muschel-Zweig (Federgras) schlossen; wegen der großen Empfindlichkeit der schneewei­ßen Kristalle darf jedoch nur mit äußerster Sorgfalt und mit der Anwendung von Spezialverfahren gearbeitet werden. Dies würde einen entsprechend hohen Kostenaufwand erfordern. Bis dahin ist die Höhle Sperrgebiet und darf nur in Ausnahme­fällen, ausschließlich zu Forschungszwecken betreten wer­den. Die Höhle wurde von den Höhlenforschern des Rosenhü- gel-Kinizsi Sportvereins unter der Leitung von Péter Adam- kö und Szabolcs Leél-Őssy erschlossen. Als Sachverständi­ge wirkten an der Forschung Dr. György Dénes, Dr. Hubert Kessler und Dr. Sándor Leél-Őssy mit Die Vermessung und die kartographische Erfassung der Höhle wurden von Jó­zsef Kárpát und Pál Borka durchgeführt Die Báthori-Höhle Die ursprünglich thermale Höhle, deren Eingang sich unter der Spitze des Nagy-Härs-Berges befindet, entstand im Unter­schied zu den übrigen größeren Höhlen im traissischen Dach­steinkalk. An die natürlichen Gänge, deren Wände mit schönen Ku­gelnischen und Erbsensteinen geschmückt sind, schließen sich auch künstliche Grubenstrecken an. Die Höhle ist in erster Linie von kulturgeschichtlichen Gesichtspunkten her bedeutend. Bei den Forschungen kamen in den Hohiräumen Obsi­dianklingen, abgesprengte und geschliffene Steinwerkzeuge sowie Funde aus der Kupfer-, der Bronze- und der Eisenzeit zum Vorschein. Man fand auch eine Unmenge von Tonge­schirrüberresten aus dem ungarischen Mittelalter. Der gelehrte Ordensbruder des in der Nähe gelegenen Faulinerklosters von Budaszentlörinc, der später seliggespro­chene László Báthori, lebte im 15, Jh. zwei Jahrzehnte lang als Einsiedler in der Höhle und schrieb hier laut der Überliefe­rung in ungarischer Sprache seine Kommentare zur Heiligen Schrift nieder. Später wurde die Höhle nach ihm benannt. In den erhalten gebliebenen Urkunden der zweiten Hälfte des 18. Jh. und des Anfangs vom 19. Jh. wird erwähnt, daß in den von der Höhle ausgehenden (und in den sechziger 45

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