Adamkó Péter - Dénes György - Leél-Őssy Szabolcs: Die Höhlen von Buda - Unser Budapest (Budapest, 1992)

fung freizulegen, wonach sie in die herrliche Rosenlaube gelangten. Zur Zeit der Entdeckung hingen — dies bezeugen die damals gemachten Fotografien — won der Spitze der meisten Erbsensteine winzige Stalaktiten herab. (Im Laufe der Jahrzehnte wurden diese empfindlichen Gebilde leider an mehreren Stellen beschädigt.) Einige Nischen waren von ei­ner mehrere Millimeter starken Gipsschicht überzogen, die das Licht der Karbidlampen glitzernd reflektierte. Die Entdek- ker der Höhle verglichen dies mit frisch gefallenem Schnee. Die Forscher erreichten unbehindert den ungewöhnlich großen Riesenkorridor sowie den schmalen, aber umso rei­cher geschmückten Langen Korridor. Das am scheinbaren Endpunkt dieses Korridors befindliche Nadelöhr konnte nach einigen Tagen von einer jungen, schlanken Höhlenforscherin passiert werden (auf einer Tafel hat man den Namen dieses Mädchens verewigt). Bald wurden die Vermessungen durchgeführt und es er­schienen die ersten Beschreibungen der Höhle. Die Höhle wurde innerhalb einiger Jahre bis zu einem bestimmten Grad ausgebaut. Vom Eingang her wurde eine Treppe bis zum Riesenkorridor gebaut, und die Engpässe wurden erweitert. Nach dem Zweiten Weltkrieg kümmerte sich leider nie­mand um die Höhle, ln dieser Zeit kam es zu den schwersten Beschädigungen. Ab 1958 wurde der Eingang gesperrt, da­nach hat man die Forschungen zur Erschließung der Höhle fortgesetzt. Noch im selben Jahr wurde der Schutt auf der höheren Ebene des Riesenkorridors, am südwestlichen Ende des Spaltes, durchbrochen und der mehr als 200 m lange Abschnitt entdeckt, der später den Namen Herz der Erde erhielt. Auch hinter der Kriechstrecke wurden neue Gänge erschlossen. Die Länge der heute bekannten Höhlengänge beträgt mehr als 2 Kilometer. In den nachfolgenden Jahren fand die genaue Vermessung sowie die Kartenaufnahme statt, und es kam auch zu kleineren und größeren Entdeckungen. 1967 wurde hier ein interessantes naturwissenschaftliches Experiment durchgeführt. Acht Personen, unter denen sich neben erfahrenen Höhlenforschern auch mehrere Amateure befanden, hielten sich ohne Clhr 30 Tage lang in der Tiefe der Höhle auf. Nach 30 Tagen glaubten sie, erst 26 Tage in der Höhle verbracht zu haben. 1974 begann man mit dem Ausbau der Höhle für Frem­<7 Abzweigung zum Riesengang 26

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