Várnagy Zoltán: Stadtverkehr - Unser Budapest (Budapest, 1994)

nyi út, wo die 15er Straßenbahn aufgelassen wurde, weiter verlängert. Die stärkste Entwicklung des Trolleynetzes wurde in Zugló verwirklicht, wo neben den schon erwähnten, der 80er vom Ostbahnhof zur Csertő utca führt und der 81 er vom Örs vezér tér zur Wohnsiedlung an der Füredi út. 1983 be­gann auch auf der Baross utca der Trolley wieder zu fahren, und zwar mit der Nummer 83. Das Budapester Verkehrsunter­nehmen wollte die ursprüngliche Linie wieder bis zur Cüria utca führen, der Rat des V. Bezirks erlaubte jedoch innerhalb des kleinen Rings keine elektrischen Oberleitungen mehr. 1984 betrug das Trolleybusnetz 65,3 km, seither hat es je­doch wieder abgenommen: der Bau der 1er Straßenbahn hat die Linie 75 verkürzt. Das Taxi Werden sie in Budapest auch anderes behandelt, so müssen wir die späten Nachkommen des Einspänners, des Mietwa­gens doch zum Massenverkehr zählen. Das erste Auto er­schien 1895 auf den Budapester Straßen, die Ungarische Königliche Post war die erste Organisation, welche Autos für alltägliche Zwecke gekauft hatte. Bald gab es auch Mietwa­gen. Die Voraussetzungen des Taxifahrens waren eine strenge Prüfung, ein Apparat, der den Fahrprseis anzeigte und daß „sie nicht durch ihren Lärm Reit- oder Zugtiere ershrecken [...], sie durch ihren Rauch oder Dampf nicht die Fußgänger zusehr belästigen.“ Die bedeutendste Gestalt des Budapester Taxifahrens war wohl Samu Haltenberger, der seine Laufbahn als Maschinen­bauingenieur bei der Ungarischen Königlichen Post begon­nen hatte. 1912 ersuchte er im Namen der in Arad angemel­deten Ungarischen Automobil AG den Rat der Residenzstadt um die Erlaubnis 200 Taxis in Betrieb zu setzen. 1913 be­schloß der Stadtrat, daß das Publikum auch 500 Wagen erhalten könnte, dies wurde jedoch 1914 auf 350 reduziert. Damals stand auch die Garage an der Kerepesi út schon, die später zum Sitz des Autotaxi-Untemehmens wurde. 1915 wurden die ersten „Drosten“ mit Telefonverbindung zwecks bequemerer Wagenbestellung aufgestellt. (Der Na­men kommt von Theodor Drost, der in Berlin die ersten Autotaxiwartestellen mit Telefon errichtet hatte.) Die Telefon­nummer der Dispatcher-Zentrale der Autotaxis war seit 1941 unverändert 222-222. Sein Nachfolger, das Unternehmen Főtaxi, kann heute unter der Nummer 2-222-222 erreicht werden. Am Ende des Ersten Weltkrieges gab es kaum noch einen betriebsfähigen Wagen. Nach einer einjährigen Pause begann am 20. Juli 1920 das Taxifahren wieder, und zwar mit 30 36

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