Várnagy Zoltán: Stadtverkehr - Unser Budapest (Budapest, 1994)

Reisen ünter der Erde Bis 1973 fuhren auf der Untergrund noch jene Wagen, welche 1896 auf der ersten üntergrundlinie des Kontinents zwischen Széchenyi Bad und Gizella (heute Vörösmarty) tér gestartet waren. Die Züge kamen neben der Station am Tierpark an die Oberfläche und beim See im Stadtwäldchen konnten die Fußgänger auf einer kleinen Brücke über sie hinwegspazie­ren. Die schon im ersten Jahr mehrere Millionen Fahrgäste befördernde Untergrundbahn war von Anfang an mit Signal­und Sicherheitseinrichtungen ausgestattet. Heute verkehren die modernen, unbedeutenden, bei Ganz hergestellten Wagen bis zur Mexikói út vollständig Untergrund und fahren schneller als die alten. Auf den alten, auf Schwa­nenhalskarosserie gebauten Wagen mit Drehgestell von der Firma Siemens und Halske öffnete und schloß der Schaffner die Türen; die Fahrgäste standen zwischen Geländern auf belebteren Stationen geduldig in der Reihe, bis sie einsteigen konnten. Am Oktogon verlangsamte sogar ein Drehrad den Stoßzeitenverkehr. Auf dem holzgetäfelten, außergewöhnlich ausgestatteten Salonwagen Nr. 20, dem Königswagen reiste Kaiser Franz Joseph selbst, als er am 8. Mai 1896 zur Millen­niumsausstellung nach Budapest kam. Einen originalen alten Clntergrundwagen kann man heute noch im kleinen ünter- grund-Museum an der Deák tér Station sehen. Den Bau einer Untergrund (bis nach dem Zweiten Weltkrieg Franz Joseph Elektrische Untergrundeisenbahn) hatte Mór Balázs, der Direktor der Budapester Städtischen Eisenbahn deshalb empfohlen, weil der Innenminister den Bau einer Elektrischen auf der Sugár (heute Andrássy) út nicht für Ein Wagen der Franz Joseph-Untergründbahn 19

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