Nemes János: Heilendes Budapest - Unser Budapest (Budapest, 1993)

Budapest - die Stadt der Bäder

günstigte es die Empfängnis), später taufte man es wegen seines feinen Schlammes das Schlammbad. Seine endgültige Form erhielt es 1918. Das imposante Sezessionsgebäude ist mit seiner charakteristischen Glaskup­pel eine der Perlen des Donauufers. Die insgesamt dreizehn (27-48 °C warmen) Quellen fließen aus dem Inneren des Gellért-Berges. Wegen ihres hohen Kalzium-, Magnesium-, Hydrokarbonat-, Alkali-, Schwefel- und Fluoridgehaltes haben sie eine heilende Wirkung bei vielen Krankheiten. Sie wird bei folgenden Krankheiten empfohlen: Wirbelsäulen- und Bandscheibenbeschwerden, Gelenkentzündungen, und sein Salzbad ist außer für chronische Entzündungen und zur Gicht­behandlung, auch für Patientinnen mit Frauenkrankheiten geeignet, ln der Inhalationsabteilung werden hauptsächlich die an Asthma und Bronchialkatarrh Leidenden behandelt. In den Kohlensäurebädern kuriert man Kranke mit Arterien­verengung und Blutzirkulationsstörungen. Übrigens gibt es auch Heilbehandlungen: Schlammbe­handlung, Unterwassermassage, Unterwasserstreckbad, Elek­trotherapie, Heilmassage und die Behandlung in der Kohlen­säurenebelkammer. Auf dem Gebiet des Gellért-Bades gibt es weiterhin eine Krankenabteilung mit 32 Betten, sowohl für einheimische Patienten als auch für Ausländer. Sehr populär ist seine überdachte Schwimmhalle, das Sekt­bad. (Seinen Namen hat es von den von unten aufsteigenden künstlichen Luftblasen.) Im offenen Wellenbad erzeugen ge­schickte Maschinen alle Stunde zehn Minuten lang riesige Wellen. Das ist natürlich in erster Linie der bevorzugte Platz für Kinder. Das Gellért über der Donau 36

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