Pongrácz Erzsébet: Budapester Kinos - Unser Budapest (Budapest, 1998)

de das damals imposanteste Filmtheater Budapests mit 1200 Sitzplätzen und - vergessen wir nicht, es war noch die Zeit des Stummfilms - mit einem Orchester von 32 Mitgliedern eröffnet. Schon von Anfang an „setzte das Corvin die bedeuten­den Erneuerungen der Cinematographie in die Tat um“ (Almanach der Zeitung Az Esi [Der Abend]). Natürlich ging es auch unter den ersten zur Tonfilm-Technik über. Den zweiten Weltkrieg überlebte das Kino in verhältnismäßig gutem Zustand und begann 1945 seine Vorstellungen wie­der. (Kurze Zeit war es im Besitz von Sowexportfilm, und so wurden hier bis zum Beginn der fünfziger Jahre meist sowjetische Filme gezeigt; dann wurde es wieder den Un­garn zurückgegeben.) Während der Kämpfe des Jahres 1956 wurde das Gebäude schwer beschädigt. Die schon 1955 geplante Renovierung konnte erst 1957 verwirklicht werden. Nach dem Umbau und der Renovierung wurde es zum modernsten Kino Budapests mit einem Cinema­scope-System. Nach den von Zeit zu Zeit stattfindenden Renovierungen war die Wiedereröffnung des Kinos stets eine filmtechnische Revelation. Seine heutige Form erhielt es 1996, die Fassade sowie der große Saal blieben von Umbauten verschont und be­hielten ihre ursprüngliche Form. Das Corvin ist heute das Kino der Superlative: hier gibt es sechs Säle für Filmvor­führungen und den Räday-Saal, es ist mit seinen 4573 m2 das Pester Kino mit der Größten Grundfläche, und hier befindet sich im Korda-Saal die größte Filmleinwand (140 43

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