Gerle János: Paläste de Geldes - Unser Budapest (Budapest, 1994)

Die Ungarische Allgemeine Kreditbank Eingang der Ungarischen Allgemeinen Kreditbank in der Dorottya utca mit den Statuen des Handels (Merkur) und der Industrie von Géza Maróti Die Direktion der Bank beauftragte direkt den erfolgrei­chen Architekten Ignác Alpár mit dem Entwurf ihres neuen Palastes, ohne vorher ein Preisausschreiben zu veranstalten. Trotzdem zog sich das Planen über eine lange Zeit hin, da die Bank immer neue Grundstücke des Komplexes zwischen József (nádor) tér-Fürdő (Jó­zsef Attila) utca-Dorottya utca-Wurm (Szende Pál) utca aufkaufte und das Programm der Bank jedesmal erwei­tert wurde. Schließlich plante der letzte Entwurf Alpárs den Ausbau der Fassade in der gesamten Länge des József nádor tér; so wäre die Hauptfassade symme­trisch geworden, wie dies das Modell in der Hand des Merkur auf dem Hauptgesims des Gebäudes zeigt. Am Ende blieb von den kleinen klassizistischen Häusern das letzte erhalten (gegenwärtig befindet sich gerade da der Sitz der Postbank). Hier war es Alpár gelungen, eine Lösung der adäqua­ten Beleuchtung des Arbeitsplatzes der im Kassensaal arbeitenden Beamten zu finden. Der Kassensaal von außergewöhnlichem Maß (54 Meter lang und 37 Meter breit, heute unbenützt) ist ein neungeteilter Raum, in dessen kreuzförmig plazierten fünf inneren Teilen sich die Kunden bewegen, in den glasüberdachten vier Eck­feldern hingegen sitzen die Angestellten, über einem 51

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