Gerle János: Paläste de Geldes - Unser Budapest (Budapest, 1994)

Die lüftig schwebende Paradetreppe mit dem offenen Wandelgang üm die Aüla Széchenyi gewohnt - daran erinnert noch heute eine vom abgetragenen Bad stammende Marmortafel an der Mauer der Bank. 1905 wurde ein geschlossenes Preisausschreiben von Seiten der Bank organisiert, ein Teil der Teilnehmer war schon vom Wettbewerb der Österreichisch-Üngari- schen Bank bekannt: Ignác AJpár, Henrik Schmahl, Dezső Hültl, Bálint und Jámbor, László und József Vágó, Kármán und Cillmann, József Hubert und schließ­lich Ernő Schannen. Alpár gewann den Auftrag, und 1906 begann der Bau. Der von der Bank eingesetzte überwachende Direktor geriet jedoch alsbald mit Alpár in solche Konflikte, daß der Architekt sich gänzlich zurückzog. Seinen Platz nahm nun Zsigmond Quittner ein, der zur gleichen Zeit auf dem benachbarten Grund­stück den Bau des Budapester Palastes der Londoner Gresham Versicherungsgesellschaft leitete. Die Grund­riß-Konzeption Alpárs blieb erhalten, die innere Gestal­tung ist jedoch die Arbeit Quittners. 1909 waren der Eckteil des Gebäudes und die Seite zur József Attila utca fertig. Der Flügel vom Roosevelt tér bis zur Mérleg utca hin und das Mietshaus der Bank in der Mérleg utca wurden zwischen 1913 und 1918 er­baut, diesmal wieder nach den Plänen von Alpár, nachdem Quittner sich auch mit dem Direktor zer­worfen hatte. 41

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