Szegő Dóra - Szegő György: Synagogen - Unser Budapest (Budapest, 2004)

die Motive der jüdischen Tradition und der ungarischen Landnahme erforschten, präsentierten der Architektur ebenfalls ähnliche orientalische Muster. Die für ihre Epoche moderne Synagoge charakterisiert sich trotzdem durch die harmonische Einheit von Tradition und Neuartigkeit, da die akzentuierte Ornamentik sich mit gro­ßen, leeren Wandflächen abwechselt. Dieses Erscheinen der Dekoration in Inseln und die in ihrer Stofflichkeit dominierenden Rohziegel-Oberflächen binden das Gebäude stark an die Lajta-Richtung der Moderne (Handelsschule in der Vas utca, Jüdisches Gymansium in der Abony utca usw.). Einige Jahre nach dem bekannt­berüchtigten Ausspruch des Wieners Adolf Loos „Dekoration ist Sünde" sehen wir in Ungarn eine geläuterte Synthese dieser extremen These mit der ornamentalen Sezession. Die nicht alles bedeckende Dekoration wertet die Konstruktion des Ge­bäudes auf, ja sogar die Ornamentik selber. Zum Schmiedeeisen-Bronze-Glas-Tor der Hauptfassade, welches ein geometrisches Kassetten-Muster ziert, führen Treppen hinauf. Der Block der beiden terrassenartig ■ Kazinczy utca, Gemeindeeingang 63

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