Szatmári Gizella: Zeichen der Erinnerung - Unser Budapest (Budapest, 2005)

Der „im Unendlichen verklingende Schrei" Die Größe des Malers József Egry wollte die offizielle Kunst nur schwer zur Kenntnis nehmen. Obwohl er 1948 unter den erster den neugeschaffenen Kossuth-Preis erhalten hatte, seine Bilder auf der Biennale von Venedig aus­gestellt wurden, nahm man trotzdem auf der landesweiten Austeilung der Bildenden Künste keines seiner 5 Bilder an: Den Schdanower Prinzipien ent­sprachen seine Balatoner Licht-Landschaften nicht, die aus eigenartigen, fei­nen, in Dunst und Licht aufgehenden und sich brechenden Farben aufgebaut, nicht von dieser Welt schienen, in welchen der Mensch sich in der ihn umge­benden Welt auflöste, hineinschmiegte, und nicht bemüht war, deren Einheit im Dienste sinnloser Ziele stehend zu brechen und umzugestalten. Er paßt in keine vorgeschriebene „Schablone’, seine Kunst ist charakteristisch human und ungarisch. Auch zu Beginn hatte er nicht viel Glück. Da zuhause das nötige Geld nicht vorhanden war, mußte er die Bürgerschule verlassen, in München konnte er auch nur wenige Wochen verbringen. Sein erster und lange Zeit auch einziger Befürworter war Károly Lyka, der schon 1903 seine Zeichnungen in der damals ■ Mich interessieren der Kaum und die Unendlichkeit." (József £gry) 78

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