Ferkai András: Wohnsiedlungen - Unser Budapest (Budapest, 2005)
Stadtbild von Újpalota heute Jahren 1970—75, auf dem sich zwischen den Stadtteilen Rákospalota und Rákosszentmihály erstreckenden landwirtschaftlichen Gebiet. Die auf einem 136 Hektar großen Gelände errichteten 13500 Wohnungen beherbergen insgesamt 60000 Personen. Eine Neuerung des Stadtplans war, daß die gewohnten Häuser von mittlerer Höhe nicht gleichförmig auf dem Gelände in irgendeiner abstrakten geometrischen Ordnung verteilt waren, sondern man gruppierte sie entlang zweier Weglinien, die sich gegenseitig im schrägen Winkel schnitten. Die aus dem Stadtzentrum hinausführende Drégelyvár utca, dann die im schrägen Winkel gebrochene Nyírpalota utca bilden die eine Hauptachse, die quer dazu führenden Páskomliget und Zsókavár utca die andere. Diese Straßen werden von parallelen Zeilenhäusern gesäumt oder von im schrägen Winkel verschobenen Blockhäusern, wobei sie mehr oder weniger ein geschlossenes Straßenbild ergeben. In die ln- flexionspunkte plante man skulpturenartig geformte Hochhäuser. Davon wurde nur das Wasserturm-Haus verwirklicht (Endre Mentes, 1976). Árpád Mester schreibt folgendermaßen über diese zentrale Zone: „Man würde dich wümchen, daß entlang der Wege zu beiden Seiten dich eine itädtidche Atmoiphäre erzeugende Elemente - bunte Schau/femter. ótimmungivolle Terraaen, Caféd, Reitau- rantó - befänden, daß die Gehwege nicht von »Kandelabern« beleuchtet würden, iondem von den Lichtem der Schaufjemter, den Reklamen undAufj- ichrit)ten und - wa& ebenhalld wichtig ist-, daß in dieien Geichdfiten Waren von innentädtiichem Niveau die Spaziergänger anlockten...'' Die Wohnsiedlung besteht natürlich nicht nur aus den beiden Hauptstraßen. Die „Mauer" des X-förmigen Achsenkreuzes teilt sie in vier Viertel, in welchen die Architekten die weiteren Gebäude in je ein Unterzentrum gruppieren, in bei 68