Ferkai András: Wohnsiedlungen - Unser Budapest (Budapest, 2005)
und den Konstruktionslösungen. Die preisgekrönten Entwürfe („Schalen-Haus": Aladár und Viktor Olgyay, Béla Sámsondi Kiss; „Modulus": Lajos Gádoros, György Gerle, László Málnai, Károly Perczel, Imre Perényi, Gábor Preisich) brachen mit der gewohnten rahmenartigen Bebauung von vor dem Krieg und stellten freistehende Scheiben- oder Punkt-Häuser in das Parkgebiet. Die im Modul geplanten Grundrisse befriedigten jede Art von Ansprüchen von der Garyonniere bis zur Dreizimmerwohnung für sechsköpfige Familien. Die Gebrüder Olgyay vewende- ten das Schalenbeton-Gefüge des hervorragenden Konstrukteurs Sámsondi Kiss, das andere Team schlug eine Eisengerippe-Konstruktion mit vorgefertigten Mauerelementen vor. 1947 fertigte dann eine kleine Planergruppe (András Ivánka, die Gebrüder Olgyay und Gábor Preisich) den Bebauungsplan für die Magdolna- városer Wohnsiedlung an, in welchem die besten Ideen der beiden Wettbewerbsarbeiten kombiniert wurden. Leider gab es keine Fortsetzung. Die Gebrüder Olgyay emigrierten, Gábor Preisich wurde zum Direktor des Hauptstädtischen Planungsbüros FÓTI ernannt, dann zum Oberarchitekten von Budapest. Trotzdem kommen wir der Wahrheit näher, wenn wir die Vereitlung der Wohnsiedlung nicht persönlichen, sondern wirtschaftlichen und politischen Gründen zuschreiben. In dem nun in den sowjetischen Interessenkreis gelangten Land erfolgte 1948 die kommunistische Machtübernahme und es begann der Ausbau des Partei■ Häuiergruppe in der Béke út 48