Szablyár Péter: Turmhoch - Unser Budapest (Budapest, 2007)

Das besondere Gebäudeensemble gehört zu den beliebtesten Schauplätzen Budapests. Viele Besucher zieht die reiche Sammlung des Ungarischen Landwirt­schaftlichen Museums an und viele lassen sich auch im Chor der Jäker Benedik­tinerkirche trauen. Was die Turmdichte betrifft, steht das Werk von Ignác Alpár in Budapest abso­lut an erster Stelle, unzählige Haupt-, Neben- und kleine Spitztürme schmücken die Gebäude. Der Kontrollturm des Ferihegyer Flughafens Die Modernisierung und Vergrößerung des Ferihegyer Flughafens konnte in den Siebzigern des vorigen Jahrhunderts nicht weiter aufgeschoben werden. 1977 be­gann Uvaterv mit der Planung. Das Tempo der "hervorgehobenen staatlichen Investition" wurde jedoch der „Tragfähigkeit der Volkswirtschaft" angepasst. Das Terminal des Ferihegy 2 wurde nur zur Hälfte fertig, der Turm auch nicht zwischen die beiden Startbahnen gebaut, sondern nur 500 m von der neuen Startbahn ent­fernt. Bei der Wahl des Ortes spielte die Tatsache, daß dies einer der höchstgele­genen Punkte des Flugplatzes und gleichzeitig der Schwerpunkt des Verkehrs­gebietes war, eine Rolle. Die Höhe des Turmes bestimmten die Sicherung eines guten Überblicks, bzw. die Gesichtspunkte der weiteren Anlagen und späteren Erweiterungen. Die Größe der Stockwerke schrieb der voraussichtliche Platzan­spruch des großen Saales des geplanten Kontrollzentrums vor (270 m2 groß, 6,3 m hoch). Der Turm steht auf zwei Eisenbetonpylonen, welche auf einer 70 cm dicken Eisenbetonplatte ruhen. Die zwischen den Pylonen eingehängten Etagengeschoße und die Kontrollkabine sind Stahlkonstruktionen. In den Pylonen wurden schon während der ersten Etappe jene Hohlräume herausgebildet, wohin bei der zweiten Etappe die Stockwerke kommen sollten. Die energieversorgenden Leitungen der technologischen Einrichtungen und die Nachrichtenübermittlungskabel laufen in den Schächten der Pylonen, bzw. in den Doppelböden der Geschoßdecken, ln die Pylonen wurden auch die Treppenhäuser und die Liftschächte gebaut. Bei der Konstruktionsplanung des Turmes war die aufregendste Aufgabe die Installierung des Bodenkontroll-Radars über dem Kontrollraum, welches sich pro Minute 66 mal um seine Achse dreht und eine bedeutende dynamische Belastung verursacht. Zwecks schwingungsfreier Plazierung plante man über den Kontroll­raum eine sehr dicke Eisenbetonplatte. Das Radar wird durch eine, an den größtmög­78

Next

/
Oldalképek
Tartalom