Szablyár Péter: Turmhoch - Unser Budapest (Budapest, 2007)

Innerhalb des Rauchfangs wird der Verkehr durch einen Zahnleisten-Aufzug gesichert, aus welchem man an allen vier Bedienungsgeschoßen aussteigen kann. An den Baikonen waren früher nur die der Flugsicherheit dienenden roten Lam­pen angebracht, heute bedecken mehr und mehr Antennen und Nachrichtenüber­mittlungs-Einrichtungen den Rauchfang. Der mit Sicherheitssystemen versehene Aufzug erhebt sich in 7 Minuten bis zum letzten Geschoß auf 188 m Höhe. Von hier müssen wir über eine Leiter bis zur Spitze des Rauchfangs, wo die Rauchgase unter kegelförmigen Hauben in den Luft­raum entweichen. Die Schwankung des höchsten Punktes kann bis zu einem hal­ben Meter betragen, was oben jedoch kaum spürbar ist, da das Auge keinen nahen Anhaltspunkt zur Wahrnehmung der Bewegung findet. Die Aussicht ist überwältigend: ringsherum gehend blicken wir in jeder Rich­tung über die Grenzen der Hauptstadt hinaus, nach Norden hin bis zum Gebirgs- massiv des Naszály, nach Osten bis zu der Gödöllöer Hügelkette, im Süden schließt die Csepel-lnsel und im Westen die Nagy-Kopasz-Berggruppe den Horizont. Ein unvergesslicher Anblick! Vor einigen Jahren - im Oktober 2004 - entdeckten die Fallschirmspringer, d. h. die Basisspringer die hervorragenden Möglichkeiten, die die Höhe des Rauchfangs und die Umgebung boten. Nach umsichtigen Vorbereitungen absolvierten sie mehrere erfolgreiche Sprünge von der Spitze. In drei Wettbewerben wurden die Gewinner unter den Sportlern ausgerufen, die in einen Kreis von 10 m Durch­messer sprangen. Das besondere Sportereignis übertrugen sogar mehrere Fern­sehkanäle. David und Goliath — die Rauchfänge des Krenfelder (Kelenföldi) Kraftwerks XI. Budafoki út 52 Nähern wir uns der Hauptstadt von Süden her, erblicken wir ein in einen Stahlturm eingeschlossenes Rauchfangsystem, das an eine Raumrakete erinnert, dahinter ein anderer, wesentlich niedriger und bescheiden einfacher Turm. Obwohl man die Versorgung der damals vereinigten Hauptstadt mit elektrischem Strom vom 1893 in Betrieb gesetzten Kraftwerk in der Révész utca begonnen hatte, so plante man doch bald die „Kelenfölder Centrale". Mit dem Entwurf des Kraftwerks wurde Kálmán Reichl beauftragt, der schon einige bedeutende Industriebauten 60

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