Szablyár Péter: Turmhoch - Unser Budapest (Budapest, 2007)

Die Anlage ist ein moderner 21. Jahrhundert-Betrieb. Am Gebäude dominiert die Farbe Gelb, überall Ordnung, Sauberkeit, kaum ein Mensch. Die aus der Stadt gut bekannten geschlossenen Müllwagen entleeren ihre Fracht einer nach dem anderen in den zehntausend Kubikmeter fassenden Bunker, von wo alles in das Feuer der Kessel gelangt. Die Rauchgase werden durch eine staubfilternde Ein­richtung von Schmutzpartikeln gereinigt, dann gelangen sie durch den 120 m hohen Rauchfang ins Freie. Der riesige mit Gleitverschalung gebaute Rauchfang steht auf einer 3,7 m tief versenkten Eisenbetonplatte. Der untere äußere Durch­messer beträgt 13,12 m, der obere-äußere Durchmesser 4,4 m. Die Mauer ist unten 32 cm dick, oben 20 cm. Auf den Rauchfang führt vom Dach der ringsherum gebauten Technologiehalle eine Trittleiter mit 290 Stufen. In einer Höhe von 75 m befindet sich der erste rot-weiße "Kragen", der der Flugsicherheit dient. Hier kann man auf den ersten Balkon hinausgehen und nach einer Ruhepause weiter bis zum zweiten Balkon auf die Spitze des Rauchfangs (118 m) steigen. Die Aussicht ist jede Mühe wert, wie eine Landkarte liegt Nord-Pest unter uns, außerdem die Abhänge des Gödöllöer Berglands und in der Ferne der Schornstein der Nord- Budaer Heizwerke. Ein "Bleistift” an der Grenze von Óbuda (Altofen) — der Schornstein der Nord-Budaer Heizwerke III. Kunigunda útja 49 Blicken wir vom Drey Hotter Berg (Hármashatár-hegy) nach Norden, sehen wir, nicht weit vom Donauufer im Tal des Goldberg Baches in der Heuwiesenflur (Kaszás­dűlő) einen riesigen „Bleistift" - den Rauchfang der Nord-Budaer Heizwerke der Budapester Fernwärmeversorgungswerke (Főtáv). Aus dem einsam in den Himmel ragenden Schornstein qualmt kein dichter Rauch, da die Kessel meist mit Erd­gas geheizt werden. Im Winter wird die Heizung und Warmwasserversorgung von 20 000 Wohnungen gesichert, im Sommer die Warmwasserversorgung von 40 000 Wohnungen. Gegenwärtig werden neue Gasturbinen neben die alten installiert, um eine ge­kuppelte Energieerzeugung zu verwirklichen. Mit diesen wird elektrischer Strom erzeugt, die Wärme ihrer Rauchgase hingegen wird für die Fernwärmeversorgung genutzt. Das Heizwerk und sein Rauchfang wurden 1974—75 von Vegyépszer in Auftrag 57

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