Szablyár Péter: Turmhoch - Unser Budapest (Budapest, 2007)

tion aus Stahl fortsetzt. Die Balkoné und inneren Decken sind aus Stahl. Die ge­schlossenen Senderäume wurden mit Kupferplatten verdeckt. Den Turm umgeben sechs Betriebsgebäude, die von drei Treppenhäusern be­dient werden. Den Turm betreibt gegenwärtig die Gesellschaft Magyar Telekom. Die revolu­tionären Veränderungen in der Fernsprechtechnologie vervielfachten die Zahl der am Turm plazierten Konstruktionen drastisch. Wer heute auf der Ferihegyer Schnellstraße in die Hauptstadt kommt, erblickt an der Kreuzung Üllői út—Határ út als erstes dieses Bauwerk. "Raumstation" am Sonnenberg (Nap-hegy) — der neue Flügel des Gebäudes der Ungarischen Presseagentur MTI I. Naphegy tér 8 Die 1880 von den Parlaments-Stenographen Géza Egyesy und Hugó Maszák gegrün­dete Ungarische Presseagentur war die sechste auf der Welt. Zwischen den zwei Weltkriegen erreichte sie Weltniveau. 1953 zog sie in die im Stil des sozialistischen Realismus gebaute Zentrale am Sonnenberg, die jedoch bald zu klein war. (Das Fotoarchiv enthält 12,7 Millionen Originalnegative, 5 Millionen Musterbilder und 600 Tausend digitalisierte Fotos.) 1985 wurde ein Wettbewerb für das neue Presse­agentur-Gebäude ausgeschrieben. Das neue Bauwerk sollte auf ein dreieckiges Grundstück, im Einklang mit dem alten Gebäude und dem "Berg” gebaut werden. Die Ausschreibung gewann Csaba Virág, leitender Architekt des Büros Lakóterv mit seiner "auf der Erde gelandeten Raumstation”, einem Glaszylinder mit flachem Dach. Darauf stellte er den 22,55 m hohen Antennenturm. Der Balkon des Turmes mit den großformatigen Parabolantennen befindet sich in einer Höhe von 30,05 m, die Spitze des Antennenturms ist 68,97 m hoch. Die Gesamtkonstruktionen von 1121 Quadratmetern auf jedem Geschoß werden von vier Stahlsäulen getragen, wobei der inneren Einrichtung große Freiheit gewährt wird. Der Bau mit besonderer Konstruktion wurde zwischen 1987-90 ausgeführt. Das noch während seines Ent­stehens stark debattierte Gebäude bezog das Ungarische Nachrichtenbüro 1990—91, sozusagen gleichzeitig mit der Änderung seiner Aufgaben und seines organisato­rischen Aufbaus. Langsam gewöhnte sich die Öffentlichkeit und die Architekten- Branche an die „Raumstation” am Sonnenberg und Csaba Virágs neue Glasbauten am Kálvin tér wurden nun zu Zielscheiben der neusten Debatten. 54

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