Prakfalvi Endre: Römisch-katholische Pfarrkirchen in Budapest - Unser Budapest (Budapest, 2003)

Jesus als Vollbringer von Wundern und der auferstandene Jesus; als Ergänzung die vier griechischen Kirchenväter: der heilige Johannes Chrysostomos, der hei­lige Athanasios, der heilige Gregor von Nazyanz, der heilige Basileos der Große sowie die vier großen Meister der scholastischen Philosophie: Sankt Albert der Große, Sankt Anselm, Sankt Bonaventura und Sankt Thomas von Aquin. (Die Por­traits sind Arbeiten von Ede Mayer.) Unten sehen wir in den Nischen der Kuppel­pfeiler die Statuen der ungarischen Heiligen: des heiligen König Ladislaus (Arbeit von János Fadrusz), des heiligen Gerhardus (Geliert) und seines Schülers, Prinz Emmerich (das Werk Alajos Strobls) sowie der heiligen Elisabeth von Thüringen, Prinzessin von Ungarn (die Arbeit Károly Senyeis). Gehen wir in Richtung des Chors, so sehen wir das Kultusbild des Nebenaltars des rechten Querschiffs, eine Arbeit von Gyula Benczúr: (Patrona Hungáriáé - der heilige Stephan empfielt das Land in die Obhut der Jungfrau Maria, der Schutz­patronin Ungarns). Gegenüber steht im linken Querschiff der Heilige-Kreuz- Altar, das Bild des Erlösers am Kreuz stammt von Gyula Stetka. Die Bilder der Nebenaltäre in den Eckkapellen stellen dar: die heilige Cäcilie, den heiligen Emme­rich, den heiligen Joseph und den heiligen Adalbert; es sind Arbeiten von Robert Nádler, György Vastagh d.Ä., Árpád Feszty und Ignác Roskovics. Am Gewölbe des Hauptchors (iancta ianctorum) zeigen die vier Mosaikbil­der der Allegorie der Heiligen Messe den bittenden, lobenden, versöhnenden und dankbringenden Charakter des Messopfers. Das fünfte Mosaikbild in der Mitte zeigt die Glorifikation des Altarheiligtums (das Werk Gyula Benczürs). Unter der Bilderfolge sehen wir die großformatigen, vergoldeten Bronzereliefs von Ede Mayer, die bedeutende Ereignisse aus dem Leben des heiligen Königs Stephan darstellen: der Beschützer des Christentums, (Niederwerfer des heidnischen Auf­ruhrs unter der Führung von Koppány); Erzbischof Astrik bringt die Krone aus Rom; die Gründung des Pannonhalmer Klosters am Martinsberg; Stephan der Sitten­lehrer. Das fünfte Relief in der Mitte, hinter dem Altar, stellt die Apotheose der heiligen Krone dar. Die Statue des heiligen Stephan unter der Säulenkuppel des architektonischen Hauptaltars stammt von Alajos Strobl. ln der Kapelle hinter dem Chor, welche durch die Teilung der Sakristei entstand und einen bogenförmigen Grundriß aufweist wird seit 1951 eine Reliquie des heili­gen Stephan, die Heilige Rechte aufbewahrt; seit der Wende 1989 wird sie von hier aus wieder jährlich am 20. August in einer feierlichen Prozession durch die Stadt getragen. Die letzte Prozession in den Nachkriegsjahren, bevor sie für 40 Jahre verboten wurde, hatte Kardinal József Mindszenty angeführt. Während der Restaurierungsarbeiten wurde noch vor kurzem eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg aus dem Gebäudekörper entfernt. Die beiden Weltkriege 28

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