Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 23/1-4. (Budapest, 1900)
1-2. szám
ODONATEN AUS NEU-GUINEA. 101 Heimat : Astrolabebai, Neu-Guinea {coli. Brno 25. VII. 1898). Ein Männchen im Ungarischen National-Museum. G. simillima gehört zur Gruppe der G. subinterrupta BAMB. Jedoch sagt BAMBUR von dieser javanischen Art in Bezug auf die obern Appendices anales : «trés-étroit ä la base, ay ant une petite dilatation entre le premier tiers et le second, se dilatant ensuite d'une maniére insensible en allent vers l'extremité etc.») Bei unserer Art ist die untere Hälfte der obern Appendices vom Grunde an überall gleich breit, fast fadenförmig. Ausserdem fehlen der simillima die blauen Flecken des Thorax der subinterrupta. Die von Neu-Guinea angegebenen Exemplare der G. subinterrupta dürften vermuthlich unserer Art angehören. Eine genaue Untersuchung der BAMBUR'schen Type hat zur Zeit noch nicht stattgefunden. WAHNES fing im Urwalde bei Bongu eine Anzahl cf cf und J Y einer Gynacantha, welche mit der Beschreibung von G. Rosenbergi BRAUER gut übereinstimmen, von einigen minderwertigen Unterschieden abgesehen. So ist das Verhältnis der Längen der obern und untern Appendices anales theils wie 8: 2, theils wie 8: 1*5, also letztere etwa XU — 1/s so lang als die obern, und, wie ich hervorhebe, von etwas veränderlicher Länge bei konstanter Länge der obern Anhänge. Pterostigma nur 4 mm. Die vordere Hälfte des 3. Segmentes bei beiden Geschlechtern von der Seite her buchtig eingedrückt, die hintere Hälfte dagegen so breit als Segment I, so dass das ganze Segment, von oben gesehen, fast glocken- oder flaschenartig aussieht. Von Segment 3 ab verjüngt sich das Abdomen beständig bis zum Ende. Segment 2 unten eben, die Hamuli tief eingesenkt, gegabelt. Hinterer Ast fast senkrecht zur Bauchfläche, oben gerundet, nach innen in eine etwas einwärts gebogene Spitze auslaufend. Vorderer Ast dreieckig, scharf zugespitzt, von der Innenseite des quergestellten hintern Astes entspringend, wagrecht nach vorn gerichtet. Beide Aste ungefähr gleichlang. Das Dörnchen jederseits der Hamuli fast anliegend, nach hinten gerichtet, die obere Hälfte etwas vom Abdomen abstehend, fein zugespitzt. Penis kahl, mit kurzem Basalglied, an dessen vorderem Ende sich auf der Vorderseite ein kleiner Fortsatz fast zahnartig abzweigt. Der Stiel etwa doppelt so lang als das Basalglied, die Penisfläche etwa dreimal so breit als der Stiel, mit HAMB, und verwandter Formen. Ks ist leicht, den Penis der Gynacanthen mit Hilfe einer Nadel hervorzuziehen, ohne das Thier im geringsten zu beschädigen, wenn man das "2. Segment vorher 1— "2 Stunden auf der Bauchseite mit einem in heisses asser getauchten Schwämmcheu bedeckt. 8. Gynacantha Rosenbergi BRAUER.