Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 21/1-4. (Budapest, 1898)
1-2. szám
76 Di LÖRENTHEY. hinteren Gelenksfläche ist sehr schwach convex und durch eine nach vorne zu gebogene Furche von innen und aussen begrenzt. Der Index hat rundliche Seiten und ist mit seiner Spitze schwach nach einwärts gerichtet. Der scharfe Innenrand des beweglichen Gliedes ist mit einem scharfen Zahn versehen, der obere Eand scheint glatt zu sein, an der Oberfläche findet sich ausgehend von der Gelenksfläche eine schwache, nach vorne zu langsam verschwindende Kante ; nahe dazu zieht sich von dem oberen Eand ausgehend bis zur hinteren Basis der erwähnten Kante — daher fast vertical — eine schwache Vertiefung. An der Oberfläche des Daumens sind zerstreut einige Poren, welche wahrscheinlich Borstenhaare umschlossen. Ich wage nicht mein Exemplar, obwohl es von allen bisher bekannten Formen abweicht mit Gewissheit als neue Art zu bezeichnen, da dessen Erhaltungszustand nicht ganz tadellos ist. Fundort : Ich sammelte dieses einzige Exemplar aus dem Heterostegina carpatica UHLIG. reichen Nummulitenkalk des Kis-Sväbhegy. 31. Calianassa spinosa nov. sp. (Tab. V. Fig. 6.) Eine Gruppe der Calianassen ist dadurch ausgezeichnet, dass ihr oberer Band mit Dornen geziert ist. Solche sind die eocsene C. Fraasi NÖTL. von Mokattam, die aus dem Kis-Svábhegyei' Eocän stammende C. cfr. Fraasi NÖTL., die mediterrane C. Munieri BROCC. aus Budapest-Bäkos, und schliesslich die von den Viti-Inseln bekannte C. armata M. EDW. ZU dieser Gruppe gehört auch jene kleine linke Hand, welche ich auf dem Kis-Sväbhegy sammelte und, nachdem sie von allen bisher bekannten Arten abweicht, nach ihrem Hauptcharakter benannte und als Calianassa spinosa bezeichnete. Ich fand von dieser Art zwar nur eine mangelhafte linke Hand, welche sich aus dem umgebenden Gestein nicht leicht befreien liess. Dieselbe war 11 mm lang (die Hand) — ohne das unbewegliche Glied gemessen — und 12 mm hoch, daher höher oder breiter als lang, von hinten sich nach vorne zu verschmälernd ; der untere Band ist mangelhaft, doch kann man aus dem wenigen, was jetzt noch sichtbar ist, dennoch schliessen, dass sich längs der Kante Porenlöcher befanden. Der obere Band endigt vorn an der Gelenksfläche der Finger in einen, durch einen Einschnitt begrenzten starken Stachel, wie sich denn auch zwei mit ihrer Spitze nach vorne gerichtete Stacheln noch an der Vorderhälfte des Oberrandes finden. Der Hinterrand ist concav gebogen und nicht senkrecht, sondern neigt sich