Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 21/1-4. (Budapest, 1898)
1-2. szám
DECAPODENFAUNA D. I7NG. TERTIÄRS. 27 B) OXYSTOMIDAE. 5. Typilobus Semseyanus nov. sp. (Tab. I. Fig. 3a—3e und 4a—4d.) Dies ist eine der interessantesten Formen der Kis-Svábhegyer Fauna, nachdem sie der Vertreter einer bisher aus Europa unbekannten Gattung ist. Die einzige Art des Genus, Typilobus granulatus STOL.* war bisher nur aus den indischen Nummulitbildungen und auch dort nur in zwei Exemplaren bekannt. Diese Art, welche ich aus dem Nummulitenkalk des Kis-Svábhegy sammelte, lässt sich von der indischen Art sehr leicht unterscheiden. Ihre Charaktere kann ich in Folgendem zusammenfassen : Der Cephalothorax ist fast ganz rund, stark convex und kugelig. Der vordere längere und der hintere kürzere Randtheil ist gleichmässig halbkreisförmig ; der vordere Seitenrand ist länger als der hintere und mit zwei schwachen stumpfen Tuberkeln geziert, von denen die hintere etwas stärker als die vordere ist; der hintere Seitenrand ist gegen hinten zu mit successive grösser werdenden Tuberkeln, welche stärker als die des Vorderrandes sind geziert; als Fortsetzung derselben, in einer Reiliemitihnen,finden wir die vierte und stärkste Tuberkelreihe, welche den Hinterrand begrenzt. Es ist demnach die rechte und die linke Seite mit je sechs Tuberkeln geschmückt, welche nach rückwärts langsam und allmälig grösser werden. Die obere Fläche des Cephalothorax ist rauh, weil sie mit runden Tuberkeln von zweierlei Grösse dicht bedeckt ist. Die untere Hepatical- und untere Ikanchialregion ist in ähnlicher Weise geschmückt. Der untere Rand des Cephalothorax ist gezackt, darüber befindet sich ringsum eine Reihe Tuberkeln, welche die untere Hepatical- und Branchialregion, sowie die Cardiacalregion unten begrenzen. Die einzelnen Hauptregionen sind von einander genug scharf geschieden ; die Gastrairegion ist hexagonal oder wie STOLICZKA sagt «reversely bottle shaped», die Hepaticalregion ist genügend entwickelt, wenig convex, dreieckförmig ; die Branchialregion ist breit, genug convex und oval ; die Cardiacalgegend ist elliptisch, sehr stark convex und von starken Furchen begrenzt. Diese Hauptregionen sind nicht in Secundärregionen geschieden. Die Stirne ist sehr schmal, spitz, nach vorne stehend, in dem Mitteltlieile befindet sich eine kleine longitudinale Furche, die Ränder sind angeschwollen. Die Augenhöhlen sind sehr klein und * FEED. STOLICZKA . Observations on fossil crabs from tertiary deposits in Sind an Kutch. (Memoires of the geological survey of India. Pahrontologia Indica. Ser. VII. Kutch fossils. P. 15. Pl. III. Figs. 3—5). Calcutta, 1871.