Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 18/1-4. (Budapest, 1895)
1-2. szám
Die Aeknlichkeit zwischen den Ajkaer und italienischen Exemplaren ist so gross, dass ich dieselben auf den ersten Blick als zu einem Genus gehörend erkannte.** HANTKEN erkannte aber anch alsbald die grosse Aehnlichkeit, welche zwischen den «Lithiotis» von Ajka und den Ostreaen obwaltet, und obwohl dazumal noch die Lehre vom pflanzlichen Ursprünge der «Lithiotis» dominirte, sprach er sich doch schon 1882 in seinen Universitätsvorträgen — (wie mir dies Herr Dr. FRANZ SCHAFARZIK auf Grund seiner damaligen Notizen mitzutheilen die Güte hatte) — bei Besprechung der geologischen Verhältnisse von Ajka folgendermassen aus «die Kalksteinbank besitzt eine Mächtigkeit von 1 m. und sind in derselben in grosser Menge calcinirte Pflanzen- Ueberreste vorhanden, und zwar solche, die Muscheln gleichen Er (HANTKEN) findet dieselben Austern ähnlich ; sollte sich aber der pflanzliche Ursprung derselben bewahrheiten, so würden die Exemplare aus dem Bakony jedenfalls zu- einer neuen Species gehören und wären dieselben als Lithiotis baconica nov. sp. zu beschreiben.* Hieraus ist ersichtlich, dass ZIGNO die Ajkaer Exemplare für «Lithiotis» definirte, HANTKEN aber, der dieselben mit den Original-Exemplaren ZIGNO'S verglich und die generelle Identität derselben allsogleich erkannte, sprach sich schon 1882 dahin aus, dass dieselben einer Ostrea ähnlich sind. So war also nach MASSOLONGO HANTKEN der erste, der die Verwandtschaft zwischen «Lithiotis» und Ostrea erkannte, nur dominirte ihm noch die Ansicht ZIGNO'S derart, dass er sich diesbezüglich nicht mit voller Bestimmtheit erklärte, nachdem der eigentliche Haupttheil von Ostrea, die Muschel, bei den Ajkaer Exemplaren nicht losgebracht werden konnte, so innig sind dieselben mit einander verwachsen. Betrachten wir nunmehr, inwieferne die Bemerkung HANTKENS, dass die nord-italienischen und Ajkaer Exemplare zu Ostrea gleichen, denn eigentlich berechtigt ist ? Die ungarländischen Exemplare stimmen, wie dies aus der Vergleichung der beigegebenen Tafel mit der Tafel ZIGNO'S (aus dessen im Jahre 1879 erschienenen Werke) hervorgeht, mit den dort gezeichneten überein. Meine Figur 1 stimmt vollkommen mit dem unteren Theile der von ZIGNO gegebenen Fig. 1 überein, nur dass während auf der Figur ZIGNO'S der von ihm als callus (Stiel) genommene Theil beiderseits mit sogenannten «Blättern» verziert ist, bei meiner Form nur der «Stiel» genannte mittlere Theil vorhanden ist und daran nur eine einseitige «Blätter»-zier, während dieselben auf der anderen Seite abgebrochen sind. Nimmt man nun diese Blätter besser in Augenschein, so gewahrt man, dass es keine «cylindri* HANTHEN citirt am Ende Beines Manuscriptee noch die Arbeiten SPADA'S ZIGNO'S und SCHLOTTHEIM'S. Ttrmitzetrajzi Füzettk. XVm. tőt. 10