Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 18/1-4. (Budapest, 1895)
1-2. szám
Grösse von den anderen Vertretern ihrer Familie. Die grössten, ausgewachsenen Exemplare erreichen eine Länge von 1200 [JL. und sind als gelbe Borsten am Körper der befallenen Laufkäfer leicht zu erkennen. Für die Biologie unserer Art ist es von besonderem Interesse, dass sie auf höhlenbewohnenden Laufkäfern lebt; sie ist somit die erste in Höhlen beobachtete Laboulbeniacee. Von dieser kleinen Familie sind bisher nur 15 Arten bekannt geworden, und hat von diesen PEYRITSCH allein 11 Species beschrieben. Die Laboulbeniaceen scheinen also nach dem Osten Europas hin eine ziemliche Verbreitung zu besitzen. Die ausgewachsenen Individuen sind nach dem allgemeinen Typus der L. Bougetii gebaut und trägt der ungemein lange Stiel (Fig. 1) das ovale Perithecium und Paraphysenbüschel. Der Peritheciumträger (pt) wird von 3 Zellen, und der Paraphysenstiel für gewöhnlich ebenfalls von 3 Zellen (pk.) gebildet. Die Paraphysen treten als ziemlich lange (300—400 u..) Zellfäden auf, die verästelt einen mächtigen Schopf bilden, und sind für gewöhnlich in den jüngeren Stadien kreiselnd aufgerollt. Die Entstehung des Perithecium zeigen die Figuren 2. 3. 4., das jüngste Stadium ist in Fig. 6 abgebildet, wo die seitliche über der zweiten Stielzelle sichtbare Zelle die Peritheciumanlage darstellt, aus den übrigen 1, 2, 3 Zellen entwickelt sich der Peritheciumträger, aus 4 bildet sich der Bing, und die darüber stehende Zelle entspricht dem basalen Theil der Paraphysen. Auf Fig. 4 ist ferner auch die Ausbildung der Ascen, — soweit dies an dem todten Materiale zu verfolgen war — angedeutet. Die mit Sporen vollgepropften Perithecien entladen sich ihres Inhaltes sehr leicht im Wasser des Präparates und zeigen dann die heraustretenden Sporen interessante Zellhautverdickungen und Quellungserscheinungen, die in Fig. 7 vorgeführt werden. Die Sporen sind immer zweizeilig und in jeder Zelle ist der Kern, wie auch in den übrigen vegetativen Zellen der L. gigantea, in den jüngeren Stadien ohne Beaction sichtbar. Die Membran der ausgewachsenen Exemplare nimmt allmälig eine rostbraune Farbe auf, und die stark verdickten Stielzellen werden von Porenkanälen durchbohrt, die an der Oberfläche der Membran als spaltförmige Tüpfeln erscheinen. (Fig. 8.) Verfasser wird die Laboulbeniaceen weiter verfolgen und auf dem Wege der Culturen ihre Entwickelungsgeschichte näher studieren, da dies an dem ihm zur Verfügung stehenden abgetödteten Materiale nicht möglich war, und glaubt die Ansicht im Gegensatz zu PEYRITSCH schon jetzt auszusprechen, wonach die L. doch als Parasite aufzufassenn wären. (Bot. Abth. d. ung. Nat.-Museums. Budapest. V. Széchenyi u. L, II. 17. d. 25. April 1895.)