Schmidt Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 16/1-4. (Budapest, 1893)
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GS siten, z. B. Drilophaga bucephalus, Balatro Calvus, ja selbst bei entoparasitiscben Albertia-Arten finden wir die Kauvorrichtungen wohl entwickelt vor. Es scheint, dass unsere Art ihr ganzes Leben innerhalb der Schalen des Wirtes zubringt und so geschützt beginnen auch schon die eben ausgeschlüpften Jungen dieselbe Lebensweise. Daher kommt es auch, dass wir Individuen aller Grössenstadien vorfinden, 0*8 //. grosse Eier, junge Individuen 1 //.. gross, welche noch keine Eier producirten, sodann grössere, endlich solche, die auch schon im Alter weiter vorgeschritten sind. Es ist natürlich nicht ausgeschlossen und kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass ganz junge Individuen durch den Wasserstrom, welchen der Wirt bei der Fortbewegung verursacht, aus den Schalen geschleudert werden, so ihren Wirt verlieren und gezwungen werden sich einem andern zu suchen, wobei ihnen gewiss die Strömungen des Wassers zu Hilfe sind. II. DIE SYSTEMATISCHE STELLUNG VON CYPRIDICOLA PARASITICA n. gen. nov. sp. Schon aus den bisher behandelten anatomischen Verhältnissen erkennen wir unsere Art als eine sehr interessante. Doch bei Begründung der systematischen Stellung unserer Art, besonders aber im Vergleich mit anderen parasitischen Rotatorien, wird dieses Interesse noch erhöht. Im äusseren Körperbau erinnert Cypridicola parasitica an gewisse Notommata-, Pleurotrocha-, Proales-, Sacculus-Arten und an Saccobdella Nebaliae, da der Körper schlauchförmig ist; während jedoch die Vorigen, mit Ausnahme der Sacculus-Arten, einen gegliederten Fuss haben und Saccobdella Nebaliae ausserdem noch einen gegliederten Kopf hat, zeigt Cypridicola parasitica weder einen gegliederten Kopf, noch besitzt diese Art überhaupt einen Fuss. In dieser Hinsicht gleicht unsere Art daher wieder den Asplanchva-, Sacculus-, Anuraea-, Pompholix-, Eremita-, Triarthra- und Polyarthra-Arten ; aber sie unterscheidet sich von diesen wieder im äusseren Habitus und wesentlich darin, dass die Afteröffnung eben nur zur Entleerung der Exremente und des Inhaltes der contractilen Blase dient, während bei den Anuraea-, Pompholix-, Triarthra-, Polyarthra- und Eremila-Arten auch die Geschlechtsproduete durch dieselbe Oeffnung austreten ; endlich bei den Asplanclinaund Sacculus-Arten ist es die Oeffnung nur der Geschlechtsorgane und der contractilen Blase. Die äussere Körperbedeckung von Cypridicola parasitica, eine ziemlich dünne, biegsame Cuticula, gleicht im allgemeinen jener der Philodinideen, Adinelideen, Seisonideen, Saccobdellideen, wie überhaupt den pan-