Schmidt Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 16/1-4. (Budapest, 1893)

1-2. szám

Wandung derselben ist ziemlich dünn, fein gekörnt und länggefaltet. Diese Längsfalten scheinen nur durch das Zusammenfallen der Wandung beim Verringern des Lumens zu entstehen und können daher nicht als wesentliche Kennzeichen betrachtet werden. Das Ende des Eileiters wird in der Nähe der Geschlechtsöffnung von einem Organ umfasst, welches man für eine Saugscheibe ansehen könnte. Diese Scheibe jedoch wird nicht von Muskelfasern, sondern von Drüsenzellen gebildet, welche in mehreren Lagen aufliegen und den Eileiter umgeben ; sie münden in die Geschlechtsöffnung und ich denke dieselben als Stieldrusen richtig zu bezeichnen. Diese Zellen sind nicht alle gleich, auch in der Grösse unterscheiden sie sich. Um die Geschlechts­öffnung herum findet man in einer Lage, kranzförmig geordnet, 12 kleine, schlauchförmige Zellen. Innerhalb dieses Binges sieht man noch andere, längere, ebenfalls schlauchförmige Zellen, welche mehrere Lagen bilden, in jeder Lage aber beständig je 12 Zellen einen Bing formiren. Auf jede Hälfte eines Durchschnittbildes fallen daher eben sechs solcher Zellen (Taf. L, Fig. 8.). Das Protoplasma dieser Drüsenzellen zeigt sich granulirt, wie das für Drüsenzellen überhaupt charakteristisch ist, dabei ist es in Längsreihen gezogen, welche dunkler sind und zwischen welchen sodann der ziemlich grosse, eiförmige, scheinbar ganz structurlose Kern deutlich hervortritt (Taf. L, Fig. 4.). Die physiologische Function dieser Drüsen kann nur darin bestehen, jene Substanz auszuscheiden, welche die zeitweise durch die Eileiter aus der Genitalöffnung austretenden Eier mittelst Stielen an den Mutter­körper, respective an die Geschlechtsöffnung zu befestigen. Doch scheint es mir, die Möglichkeit sei nicht ausgeschlossen, dass diese Drüsen bei jungen weiblichen Individuen, welche noch keine Eier legen, auch einem andern Zweck dienen, nämlich sie vermitteln, wie bei andern Eotatorien die Fussdrüsen, das Anhaften an Gegenstände, oder bei unserer Art, an den Körper des Wirtes. In diesem Fall hätten wir ein äusserst interessantes Beispiel der Correlation der Organe vor uns. Diese Drüsen der Art Cypridicola para­sitica gleichen nämlich auffällig, was ihre Structur, wie auch ihre Lage betrifft, den Fuss- oder Kittdrüsen anderer Eotatorien ; wir finden solche im Allgemeinen bei Eotatorien, u. z. als paarige Drüsen bei jenen, welche PLATE in die Gruppe der Monogononten zusammenfasste, als Drüsen in grösserer Anzahl bei der Gruppe PLATE'S, welche er Digononta nannte, und endlich bei den Pliilodiniäeen und deren Verwandten befinden sie sich immer im Fuss oder um denselben gelagert und führen ihre Secrete am Ende desselben aus. Bei Cypridicola parasitica nun haben diese Drü­sen, da der Fuss fehlt, ihre ursprüngliche Function verloren und bei Beibehaltung ihrer Lage kamen sie in den Dienst der Geschlechtsorgane,

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