Herman Ottó szerk.: Természetrajzi Füzetek 8/1-4. (Budapest, 1884)
1. szám
Die zur Berechnung dienenden Grundwerthe des Herrn G. vom RATH waren : c: Va o = Oül : 112 == 65 ü —' Vau: Va o' = 112: 1Ï2 — 50 49 und aus diesen resultirt das Axenverhältniss : a:b:c = 0,5375 : 1 : 2,0305. Eine wahrnehmbare Spaltung am Jordanit hat Herr G. vom RATH nach oo Poo (010) angegeben. Der Meneghinit. Betreff dieses Minerals ist die vor Kurzem erschienene interessante Arbeit des Herrn Dr. Jos. ALEXANDER KRENNER*) derart erschöpfend, dass ich auf dieselbe einfach hinweisen kann. Es sind jedoch zwei Punkte, auf welche die Aufmerksamkeit gelenkt werden muss; zunächst die Spaltbarkeit. Herr Qu. SELLA, der die Meneghinitkrystalle in krystallographischer Beziehung zuerst beschrieben und rhombisch gedeutet hat, giebt zwei Spaltungsrichtungen an : die eine, deutlichere nach b (010) ooPoo (KRENNER) und die zweite nach (001) OP. G. vom RATH hat nur eine, sehr deutliche Spaltung nach b (010) ooPoo (KRENNER) mitgetheilt und fügt noch hinzu, dass eine der Basis parallele Spaltung nicht beobachtet werden konnte. Herr KRENNER dagegen hat nur die andere Spaltungsrichtung SELLA'S, nämlich die nach 0P(001) gefunden, welche er als gute bezeichnet ; für die andere SELLA'sche Spaltung giebt er keine Daten an. Wie hieraus ersichtlich, ist est wohl wünschens-werth, die sämmtlichen Spaltungen am Meneghinit noch durch weitere Versuche festzustellen. Der zweite Punkt betrifft die Beobachtung des Herrn KRENNER, dass die Fläche x = VaPoo(012) «manchmal im Sinne der Domenzone unter sehr stumpfem Winkel zwei- bis dreifach gebrochen ist, wodurch der x-Fläche ganz naheliegende vicinale Domenflächen entstehen, welche, beträchtlicher entwickelt, die eigentliche x-Fläche auch verdrängen können». Diese Beobachtung ist deswegen wichtig, weil sie in der Reihe der anderen Gründe auch als ein Argument gegen die monosymmetrische Auffassung des Herrn G. vom RATH gilt; insbesondere wird dadurch der von Letzterem beschriebene Zwilling als einfacher Krystall erklärt. Wenn wir nun auf Grundlage der aufgeführten Daten die krystallographische Analogie des Jordanit und Meneghinit aufzufinden versuchen, so geschieht dies am zweckmässigsten in folgender Weise. Zunächst habe ich die G. vom RATH'sehe Stellung und Deutung des Jordanit aufrecht ernalten, lediglich deswegen, weil in einer anderen Stellung oder bei einer z. B. auf die Hälfte reducirten Verticalaxe nicht nur * 1. c. Természetrajzi füzelek. VIII.