Herman Ottó szerk.: Természetrajzi Füzetek 8/1-4. (Budapest, 1884)
1. szám
des Jordanits entspricht der vom RATH'schen Fläche t des Meneghinits, und Fläche Va /' des Jordanits der Prismenfiäche m am Meneghinit. Die diesbezüglichen Winkel sind : Meneghinit Jordanit d i b: t = 010: 034 = 62°47' — " b:m =010: 110 = 61 °44'30" 1° 2'30" b : m= 010 : 110 = 46 29' —" b : Va/= 010:012= 44 34 — 1 55 — Betreffs der ersten Beziehung nennt Herr KRENNER dieselbe eine complicirte — da t = (034) —, aber er weist gleichzeitig auf das nicht viel einfachere Verhältniss zwischen der Prismenzone des Auripigments und Antimonits hin. Ausser diesen Mittheilungen hat sich Herr KRENNER mit den weiteren Details der Vergleichung nicht beschäftigt. Wegen des theoretischen Interesses jedoch, welches bei dieser Frage zu Tage tritt, habe ich die diesbezüglichen Daten der Literatur einer vergleichenden Studie unterzogen, und meine Resultate sind die folgenden. Der Jordanit. Dieses interessante Sulfosalz des weissen Dolomits im Binnenthal wurde, wie bekannt, zuerst von G. vom RATH * im Jahre 1864 beschrieben. Die Krystalle besitzen einen mehr oder minder dicken, tafelförmig-sechseckigen Habitus, in den einzelnen Zonen mit wahren Formenreihen von ausgezeichnet glänzenden Flächen gebildet. Die einfachsten Axenschnitte erhält man, wenn man die Reihe der vorwaltenden Pyramiden als die primäre annimmt, und nach dieser Deutung hat G. vom RATH in seiner ersten Arbeit bereits 20 Formen (besonders Pyramiden der Hauptreihe und Brachydomen) angegeben, welche sämmtlich so verbunden sind, dass sie zusammen die sogenannte hexagonale Pseudosymmetrie zeigen, d. h. bei einem Prismenwinkel von 56° 31' zu einer jeden Pyramide (mP) das die doppelte Verticalaxe besitzende Brachydoma (2mPoo) erscheint. Zwillinge kommen ziemlich häufig vor, welche nach einer Fläche von 00P symmetrisch sind, und zwar am meisten mit mehrfacher Wiederholung der Zwillingslamellen, aber auch derart, dass die Krystalle trotz ihrer Zwillingsnatur wie einfache erscheinen. Den Jordanit vom Binnenthal hat Herr LUDWIG SIPÖCZ im Jahre 1873 analysirt ** und neben dem Arsen auch Antimon darin gefunden, wenn auch nur in sehr geringer Menge (0,11%). In demselben Jahre wurde das seltene Mineral auch von Nagyág bekannt und die Beschreibung dieser Krystalle verdanken wir Herrn G. TSCHERMAK ***. Die Nagyáger Krystalle sind klein und besitzen stark gestreifte Flächen, stimmen aber im Uebrigen * Pogg. Ann. n% 387. ** Min. Mittheil, von G. TSCHERMAK, 1873. ö. 2<). *** Min. Mittheil, von GL TSCHERMAK, 1873, S. 215.