Garay emlékkönyv (Szekszárd, 2012)

Garay János levelezése 1827-1853

i Helyesen: besorgt machte, j danke k zanken I weiß m Kinderjahre n niemals o Sintflut p erzählen q tugendsam = erényes r Itt a dir szó használata felesleges, s Gewölbe t denn u Huncut gödröcske v Borzasztóan, ördögien 60 ♦ Garay emlékkönyv Das dich meine Krankheit sehr besargt mähte,' für das dancke1 ich dir; glaube aber im­merhin, daß es mit mir nicht so leicht geht, solch’ Schriftstelleriches = G’sindel braucht nicht einmahl der Tod, und last du dir deine Ahnung gut seyn die dir bey unserem letzten Scheiden sagte, daß du mich nie wieder sehen würdest. Wir werden schon einander noch sehn, werden plaudern, lachen, scherzen, und zamkenk und weis1 der liebe Gott! Was alles nicht machen! Mir ist eben so süß die Erinnerung an unsere Kinder Jahrem wie dir, da wir noch keine andere Idee hatten als das Spiel, und - glücklich waren - und zwei herzliebte Jugendgespiele waren; doch - daß der Mensch nur dann glücklich war und jetzt es nicht mehr sein kann, daß kann ich unmöglich zu lassen. Die Welt ist groß, daß Leben lang, und manche Blume der Freude ist noch ungebrochen. Wenn mir 99 Hojnungen zertümmert werden, so baue ich mir abermals 99; und abermals 99, und niemahl" - glaube es mir theure Schwester - einmahl muß es doch heiter werden, und wenn es so lang geregnet hat wie vor der Sündfluth,0 wie die Biebel es sagt. Nun muß ich dir aber ein großes Unglück erzählen,p dencke dir es! ich bitte dich dencke dir das großmächtige Unheil! ich bin - nicht verliebt, habe unter so viel Tausend schönen Mädchen keine Geliebte! O Schande! - hier eine hübsche Handschuh-Krämerin, dort eine elegante Pfeifen und Taback-Händlerin; da eine sitzsamesq Haus Fräulein, dort eine bezaubernde Actrise, und nicht verliebt!! Ich liebe sie alle, und keine! Welches Schicksaal! Ich plaudere dirr den ganzen Abend hindurch mit der Einen in Theater, den ganzen Nachmittag mit der Anderen in GewölbJ und aber macht’s - nicht verliebt! Doch daß war wieder eine derbe Lüge! ich möchte sie schon alle lieben, aber die kleinen Teufeln lieben - mich nicht, und hier liegt der Hund begraben. Lache immerhin! aber das ist meine schwache Seite, und zu alle Hencker hin! Woher soll den1 ein armer Dichter, wie unser einer, seine Frauerspiele her nehmen wenn er in kein schmachtendes Himmelauge blicken kan? - Du sagst ich soll mir eine mahlen lassen - Nun gut - gleich Morgen geh’ ich zu einem Mahler und lasse mir ein Liebchen mahlen. „Mahler” werd’ ich ihm sagen: „Mahler! Mahle mir mein Liebchen, Mahl mir ihr schönes Gesicht, Vergiß nicht die schelmische Grübchen,u Mahler! vergiß sie ja nicht! Mahler! mahl mir ihr Leibchen, Mahl mir’s so schön als es ist, Mahle mir’s nur als ein Weibchen, Wie sie die Kinderchen küßt. Mahler! mahl’ mich zum Scherze Mahl mich als Gattern dazu, Mahl mich nur ohne Schmerze, Glücklich in häußlicher Ruh. Doch genug von Scherz. - Wie du siehst ich bin noch immer guter Laune und Gesund, habe ein ziemlich ausreichendes Auskommen, bin aber sappermentiscD mit Geschäften überhäuft. Außer mein Taglohn arbeite ich jetzt an einem Theaterstück, und mitlerweilex an einer Reisebeschreibung, die wie ich hoffe bis am Herbst in zwey Bänden erscheinen wird, - Ich schicke euch zwey Bände Regélő, die Aurora kann ich erst später nachschicken. Garay jános levelezése, 1827-1853

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