Szemészet, 1985 (122. évfolyam, 1-4. szám)

1985 / 3. szám

Kupferdrahtfragmente (n = 20) ERG Lokalisation Verweil dauer Länge mm Visus postop Normal VA 21 Tg 3,0 1,0 CB/Sklera 9 Tg 4,0 0,8 CB/GK 15 Tg 3,5 1,0 CB/GK 26 Tg 5,0 1,0 Ora/GK 2 .1 3,0 0,2 retrolental 5 Tg 8,0 0,4 vord GK 15 Tg 3,5 1,0 vord GK 28 Tg 5,0 0,4 hint Pol И Tg 3,0 1,0 hint Pol 8 Tg 4,0 1,0 Reduz CB 8 Mon 5,0 0,1 Ora/Sklera 11 Mon 8,0 0,5 Sklera/GK 46 Mon 5,5 0,4 Ora/GK 26 Tg 5,0 0,5 retrolental 4 Tg 2,5 Fgz hint GK 46 Tg 5,5 0,4 Rest hint GK 2 Tg 5,0 0,05 poten­hint GK 50 Tg 7,5 0,1 tiale hint GK 1 .1 5,0 0,02 hint GK 41 Tg 11,0 L + , P + , Abb. 1. Daten von 20 intraokularen Kupferdraht}ragmenten (1970—1977). Zeichener­klärung: VA— Vorderabschnitt, CB—Ciliarkörperbasis, GK = Glaskörper, Tg = Tage, Mon=Monate, J —Jahre, Fgz = Fingerzählen lm, L+= Lichtscheinwahrnehmung, P + = Projektion intakt. Bei genauer Betrachtung entdeckt man Widersprüche zu traditio­nellen Vorstellungen (Frühschänden). Sicher kann man nicht davon ausgehen, daß dieser Verletzungstyp generell Abwarten rechtfertigt. 0,3 mm starken Kupferdrähten für die Elektrotechnik. Die Fragmente sind meist nur wenige mm lang. Besonders gering ist die Toxizität dann, wenn der Draht einen Kunststoff­oder Lackmantel trägt, so dass nur die Enden als reaktive Oberfläche wirksam sind. Zu einem grossen Teil schweben diese kleinen Drahtfragmente in feinen Strukturen im Bereich des zentralen Glaskörpers. Sie wandern erst nach unten oder in Richtung der Bulbuswand, wenn fortschreitende Chalkose des Glas­körpers ihren Aktionsraum vergrössert. Abb. 1. zeigt ein Bild, das schon dadurch beeinflusst ist, dass wir uns seit 1970 vor der frühzeitigen Entfernung dieser kleinen Fragmente bei gutem Visus nicht mehr fürchteten. Wir sehen, dass durchaus ERG-Veränderungen Vorkommen, dass aber sowohl die Ausgangslage dieser kleinen Gruppe, wie auch die Operationsergebnisse günstig sind. Viele der Betroffenen sind jung. Wenn auch langsam, so schreitet die chronische Chalkose doch schleichend fort. Diskussion Wenn wir zum Schluss noch einmal die postoperativen Visusergebnisse betrachten (Abb. 2), so ist zunächst in Betracht zu ziehen, dass in den 3 Grup­pen sehr verschiedene präoperative Visusfunktionen bestehen. Unter den 50 Augen mit erloschenem ERG haben 70% präoperativ nur Lichtscheinwahrneh-132

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