Szemészet, 1910 (47. évfolyam, 1-4. szám)

1910-05-08 / 1. szám

117 Beiträge zur Mukokele der Stirn- und Sieb­beinhöhlen. Von Dr. Marc. Paunz (Budapest). Mitteilung aus der kön. ung. Universitäts-Augenklinik Nr. I. (Direktor : Professor Dr. Emil v. Grosz.) Die chronischen Ektasien der Stirn- und Siebheinhöhlen, welche wir mit dem Namen Mukokele zu bezeichnen pflegen, kommen im allgemeinen nicht häufig zur Beobachtung. Da die meisten derartigen Fälle erst dann Hilfe suchen, wenn bereits die bekannten äusseren Erscheinungen mit mehr-minder starker Verdrängung des Augapfels die Patienten beunruhigen, so kommt es, dass diese Patienten sich gewöhnlich zuerst an den Augen­arzt wenden. So dürften die Erfahrungen, welche ich an vier mir von ophthalmologischer Seite zugewiesenen Fällen in verhältnismässig kurzer Zeit machen konnte, mitteilungswert sein. Die Krankengeschichten sind kurz folgende: I. R. L., 38jähriger Schneider, meldete sich bei mir im Oktober 1907. Patient bemerkt seit Juni 1907 im rechten inneren Augenwinkel eine erbsengrosse, weiche, schmerzlose Hervorwölbung. Patient litt nie an einem Schnupfen. Im rechten inneren Augenwinkel, oberhalb des inneren Lidbandes eine haselnussgrosse, von intakter, verschiebbarer Haut bedeckte, weiche, fluktuierende Hervorwölbung, welche sich durch Druck nicht verkleinern lässt und unempfindlich ist. Fundus normal. Visus r. u. 1. 5/ö. In der Nase gar keine pathologischen Veränderungen sichtbar. Patient meldete sich erst im Januar 1908 zur empfohlenen Operation. Zuerst machte ich in Kokainanästhesie einen bogenförmigen Hautschnitt im inneren Drittel der Augenbraue und präparierte die Weichteile nach abwärts, bis das bläulich-grau durchscheinende cystöse Gebilde frei vorlag. Die Incision bestätigte die Diagnose der Mukokele. Es entleerte sich pulsierend eine grosse Menge dicken, geruchlosen, schmutzig bernstein­gelben Schleimes. Nun liess ich den Patienten chloroformieren, tamponierte die rechte Nasenhöhle von vorne und ergänzte den Haut-Periostschnitt nach Killian. Es zeigt sich, dass der ganze Stirnhöhlenboden durch Druckusur zugrunde gegangen war. Ich meisselte die vordere Wand der Stirnhöhle mit der Belassung einer Spange nach Killian weg. Die entzündlich veränderte Stirnhöhlenschleimhaut liess sich in einem Stück herausziehen. Nach Entfernung der Schleimhaut lagen die nackten Knochenwände der Stirnhöhle — soweit sie nicht defekt waren — vor uns. Nach innen-unten zu besteht eine breite Kommunikation mit dem eine einzige grosse Höhle bildenden Siebbeinlabyrinthe. Die Lamina papyracea des Siebbeines fehlt ganz, der Orbitalinhalt liegt vom Periost bedeckt frei. Auch die cerebrale Wand der Stirnhöhle zeigt einen Defekt. Die Schleimhaut der Siebbeinhöhle ist nach unten zu entzündlich ver­dickt ; im übrigen blass, glatt, an einigen Stellen, so auch an der cere­bralen Stirnhöhlenwand, dünne Knochenplättchen, welche sich leicht

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