Századok – 1935
Szemle - Hajdu János: Megjegyzések Imre Sándor bírálatára 128
SZÁZADOK, 1034. I-—X. 25 weitem Gesichtsfeld ; er ist Philologe und Literaturhistoriker und dies sichert ihm manche Vorteile, so z. B. bei der Feststellung der Verbreitung der polnischen Urbevölkerung auf Grund der Ortsnamen. Es erwachsen daraus aber auch manche Nachteile : er kümmert sich nicht um das innere Leben des Staates, forscht nicht nach den Ursachen der Entwicklung, beachtet nicht die europäischen geistigen und sozialen Bewegungen und nimmt deren Einwirkungen auf die polnische Entwicklung nicht wahr. Piegler, Andreas über Szönyi, Ottó : Alte ungarische Kirchen. (Ung.) (S. 332.) •—Sz. gibt eine zusammenfassende Darstellung der Geschichte der ungarischen Kirchenbaukunst Grossungarns seit Stephan dem Heiligen bis ca 1830. Am besten gelungen ist der Abschnitt über das Mittelalter, — hier ist der Verfasser am heimischsten. Von grosser Bedeutung ist gleich am Anfang des Buches seine Feststellung von den Kirchenbauten Stephans des Heiligen, — dass sie nämlich keine Holzbauten waren, wie man das bis jetzt annahm. Sehr eingehend befasst er sich auch mit den Kirchen der verschiedenen Orden. Man pflegte immer die Zisterzienser als die eifrigsten Vorkämpfer des am Ende des 13. Jahrhunderts zur Alleinherrschaft gelangten gotischen Stils hinzustellen. Sz. hält dagegen die in den Städten sich niederlassenden Franziskaner und Dominikaner für die wahren Apostel des neuen Stils, schreibt aber auch der städtischen Bürgerschaft eine wichtige Rolle um dessen Verbreitung zu. Ein besonderes Kapitel befasst sich mit den Dorfkirchen ; für den nicht unterrichteten Leser ist es hier recht erstaunlich, wieviel Kirchen, bzw. Kirchenruinen aus der Arpadenzeit uns erhalten sind. Asztalos, Nikola,us über Dragomir, Silviu : Istoria desrobirei religioase a Românilor din Ardeal ín Secolul XVIII. (S. 335.) — Das Buch behandelt eines der interessantesten, aber auch traurigsten Kapitel der Geschichte der siebenbürgischen Rumänen: die mit den Habsburgern ausgefochtenen Kämpfe der rumänischen Orthodoxen um die Anerkennung ihrer Kirche. Das Buch ist auf breiter Grundlage aufgebaut und von ehrlichen wissenschaftlichen Bestrebungen getragen, die nirgends von politischen Gesichtspunkten gestört werden. Imre, Alexander über Hajdu, Johann : Die erste Ministerschaft Baron Josef Eötvös' 1848. (Ung.) (S. 338.) — Der Verfasser trug ein reiches archivalisches Material zusammen, es gelang ihm jedoch nicht, dieses Material zu einem einheitlichen Bild zu gestalten. Er war scheinbar selber nicht im klaren damit, ob er in erster Reihe die Persönlichkeit Eötvös' oder die Geschichte des ersten ungarischen Kultusministeriums in den Vordergrund schieben wollte. Im ersten Falle hätte er die kurze Amtszeit Eötvös' als einen Abschnitt seines Lebens darstellen, im zweiten Falle seine Ausführungen mehr in die Geschichte der ungarischen Kulturpolitik einbetten müssen. Er tat beides nicht und so vermittelt sein Buch weder von der Persönlichkeit Eötvös' noch vom ersten Kultusministerium ein klares Bdd.