Századok – 1935

Szemle - Hajdu János: Megjegyzések Imre Sándor bírálatára 128

SZÁZADOK. 1934. I X. 19 Stellungen folgt, dass der Text der Várader Chronik unzweifelhaft auf den Text der Zágráber zurückgeht ; den letzteren hat der Kompilator der Várader Chronik mit lokalen Ereignissen ergänzt und hier und da auf Grund der grösseren Chroniken umgeändert. Eine Nebeneinanderstellung der Originaltexte zeigt ferner, dass der Verfasser der Várader Chronik den auch heute vorhandenen Text der Zágráber (bzw. dessen genaue Abschrift) benutzt hat und dass er bei seinen Umänderungen sich auf einen zur Gruppe der Ofener Chronik gehörenden umfangreicheren Text, einen Codex des Vatikans, stützte. Literatur. (Die näheren bibliographischen Angaben der besprochenen Werke s. im ungarischen Originaltext. Die in Klammern hinter den Titeln der Bücher stehenden Zahlen weisen auf die entspre­chenden Seiten der ungarischen Hefte hin.) Hajnal, Stephan über Thienemann, Theodur : Literatur­historische Grundbegriffe. (Ung.) (S. 73.) — T.'s „Grundbegriffe" gehören nicht allein der Literaturgeschichte an. Sie geben eine gemeinsame Basis für die Erklärung der Entwicklung der mensch­lichen Kultur im allgemeinen, -— deshalb ist sein Buch auch für den Historiker ausserordentlich wertvoll. Der erste Teil ist einer Analyse des Entwicklungsbegriffes gewidmet. Für T. ist die Hegemonie des Geistes, das Aufsteigen zum absoluten Geist, der zusammenfassende Gedanke und gleichzeitig auch die letzte Triebkraft der Entwicklung. Die philosophische Konzeption hindert jedoch T. nicht an einer realistischen Beobachtung der einzelnen Stufen der Entwicklung. Er zeigt den Weg, den die Anhänger der Hegeischen oder irgend einer andern philosophischen Entwicklungslehre gehen müssen, um jede erzwungene Spekulation zu vermeiden. Der zweite Teil gibt die Untersuchung der Ent­wicklungsstufen, er stellt Verfasser, Vortragenden, Publikum und Werk in ihrem Verhältnis zueinander dar ; es ist also nicht die Dynamik der Ideen, Inhalte, Gedanken, die er hier wertet, sondern die Ergebnisse des gegenseitigen gestaltenden Einflusses von Mensch zu Mensch und von Mensch zu Kulturprodukt. T. hat es hier versucht, eine zwischen der deutschen Geistesgeschichte und der französischen littérature comparée vermittelnde Methode auszubauen. Auf die allgemeine Geschichtswissenschaft über­tragen, bedeutet sein Versuch eine Befreiung von den Einseitig­keiten der geistesgeschichtlichen und der positivistischen Rich­tung, die Gewinnung einer gemeinsamen, tieferen, natürlicheren Grundlage, die für eine jede Forschungsmethode einen frucht­baren Boden abgibt. V. über Jod, Tibor : Die Aufgabe der Geschichtsphilosophie und die Lehre Ernst Troeltsch's. (Ung.) (S. 75.) — Die Studie gibt eine kritische Untersuchung der Troeltsch'schen Geschichts-2*

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