Századok – 1935

Szemle - Hajdu János: Megjegyzések Imre Sándor bírálatára 128

If. SZÁZADOK, 1934. 1 X. Zeit nach der ungarischen Landnahme von Überresten römischer Völkerelemente umgeben war, so musste es zur Zeit der Land­nahme auch in dem mit den obenerwähnten Gebieten geographisch zusammenhängenden Pannonién eine romanisierte Bevölkerung gegeben haben. Von diesen Römern redet auch Anonymus, wenn er erzählt, wie Óbuda und Veszprém von den landnehmenden Ungarn den Römern entrissen wurden. Auch die in Transdanubien recht häufigen Ortsnamen „Olasz", „Olaszfalu" sind, ebenso wie die Ortsnamen mit dem Wort „Walch" auf bayrischem und alemannischem Gebiet, das Andenken dieser römischen Bevöl­kerung und sind gleichzeitig unzweifelhafte Beweise für das Fortbestehen römischen Lebens in diesen Territorien. Das deutsche Wort „Walch" und das ungarische „olasz", das gleichen Ursprungs mit dem ersteren ist, aber mit südslawischer Vermittlung zu den Ungarn gelangte, sind gänzlich gleichbedeutend mit den lateini­schen Wörtern romanus, latinus, Es ist also kein Zufall, diss in allen Gegenden jenseits der Donau mit dem Wort „olasz" verbundene Ortsnamen zu finden sind, wo die landnehmenden Ungarn nach dem Bericht des Anonymus römische Bevölkerung vorgefunden haben. Die Bedeutung dieser Tatsache wird noch grösser, wenn man erfährt, dass Anonymus die Ortsnamen ety­mologisch analysierte, — dies beweist, dass diejenige Bevöl­kerung, deren Andenken in den Ortsnamen mit „olasz" bewahrt wurde, auch seines Wissens römischen Ursprungs waren. Es ist zwar wahr, dass auch in Oberungarn und sogar in Siebenbürgen Ortsnamen mit dem Wörtchen „olasz" vorkommen, bei diesen ist es aber in jedem einzelnen Falle nachzuweisen, dass ihre Bewohner wallonische oder vlämische Siedler waren. Im Gegen­satz hierzu steht uns keine einzige Angabe darüber zur Verfügung, dass die Bewohner der erwähnten transdanubischen Ortschaften eingewanderte Siedler gewesen wären ; sie wurden auch nie Vlamen oder Gallier genannt, wie die ersteren. Während schliess­lich die oberungarischen und siebenbiirgischen „Latinén" ohne Ausnahme Ackerbauer waren, waren die meisten transdanubischen Latinén, vornehmlich die Latinén von Esztergom, Székesfehérvár und Zágráb, typische Städter. Die Anthropologie liefert einen weiteren Beweis für die Kontinuität des pannonischen Römertums bis zur Landnahme­zeit. In den südlichen Teilen Transdanubiens, in den Komitaten Baranya, Somogy und Zala findet man heute noch sporadisch, im westlichen Grenzgebiet, hauptsächlich in den Komitaten Sopron und Moson, sogar etwas häufiger, einen niedrig-gewachse­nen, braunhäutigen, langschädeligen Menschentyp, der unverkenn­bar die Rassenmerkmale der mediterranen Rasse trägt. Auch das Fortbestehen des Christentums in Pannonién in der Zeit zwischen Römerherrschaft und Landnahme wird durch die Archäologie nachgewiesen (Funde von Bezenye, Keszthely, Tótvázsony, Zala vár). In Pécs, — das bereits in den Quellen des 9. Jahrhunderts Quinqueecclesiae, Quinquebasilicae genannt

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