Gindele, Robert: Die Entwicklung der kaiserzeitlichen Siedlungen im Barbaricum im nordwestlichen Gebiet Rumäniens (Satu Mare, 2010)

4. Die Chronologie der Siedlungen

gefertigt, und hat Doppeltresort. Dieses Exemplar wurde auf das Ende des III. Jh., etwa auf das Jahr 300435dati­­ert. Opreanu datierte die Silberfibel mit hohem Spangenhalter, mit Doppelresort und mit einem oder mit zwei Stangen die den Spangenhalter durchqueren, von Medieşu Aurit- La Leşu M32, Zalău- Bd. Mihai Viteazu und Mătăsaru auf die chronologische Etappe C2, ungefähr zwischen die Jahre 270- 300, mit der Bemerkung, dass sie auch ein Jahrzehnt vor der Fibel Straze- Litten- Zakrow- Culciu Mare436erschienen werden könnten. Ohne Zweifel, hat die Fibel von Culciu Mare viele Elemente der Fibel aus der Serie der Fibel von Medieşu Aurit und Zalău. Dieser wäre der Grundtyp, die Zapfen die den Spangenhalter durchbohren auch die Position des Filigranverziers vom Körper (beim Treffen des Fusses mit dem Körper, beim Treffen des Körpers mit dem Kopf und bei den Knöpfenden). Andererseits nähert sich die Fibel durch seine drei Feder der Entdeckungen aus dem fürstlichen germanischen Horizont der chronologischen Phase C2. Die nächste Analogie als Ausstat­tung der Fibel vom Litten437. Obwohl die Fibel in sich einen anderen Typ darstellt, können wir beobachten, daß seine Austattungsweise am Kopf mit dreifachen Federn und die Verzierung fast identisch sind mit der von Culciu Mare. Fibelkonstruktionen mit drei Kopfzapfen sind noch vom Sakrau438 bekannt. Der grosse Unterschied zwischen der Fibel von Culciu Mare und den Fibeln aus dem Horizont der Leuna- Haßleben - Gräber, ist das Fehlen der Körperverzierung. Dieser Verzierungsstil ist bei den Fibeln von Ostro­­vany439, Sakrau440, Sträze441anwesend. Ebenfalls haben diese Fibel keine Transversalzapfen im Spangenhalter. Infolge dieser typologischen Analyse können wir festellen, dass die Fibel von Culciu Mare eine Kombina­tion der beiden Fibeltypen ist. Wir können behaupten, daß diese eine „fürstliche Variante” der Fibel mit ho­hen, Zapfen durchbohrte Spangenhalter ist. In diesem Kontext können wir die Schlussfolgerung ziehen, dass die Fibel mit hohem Spangenhalter von Zalău- Bd. Mihai Viteazu eher auf die Spätperiode der Phase Cla und auf die Phase Clb datiert werden könnte und die Fibel vom Culciu Mare- Bogilaz eher auf die Spätperiode der Phase Clb und der Phase C2. Definitorisch für diese Periode ist möglicherweise ein Teil der Fibel mit umgedrehtem Fuss. Die Fibel vom Befund 381 in Csengersima- Petea (Abb. 65.1) gehört der I Kathegorie Ioniţă an, und wurde auf die Mitte der Säntana de Mureş-Cerneahov- Kultur, in die Phase Clb- C2442datiert. Die zweiteilige Fibel mit umgedrehtem Fuss hat eine romanische Variante in Dacia, die auf das III. Jahrhundert datiert wurde443. Die Phasen C2-C3. Die Almgren VI. 158- Fibel mit umgedrehtem Fuss, aus einem einzigen Stück, kann man locker auf die westliche Zone der Przeworsk- Kultur, zwischen dem II. Jahrhundert und die Mitte des V.Jh444 datiert werden. Eine Datierung beginnend mit der Phase Cla bis zur Phase D wurde für die transkarpatische Ukraine, das benachbarte Raum im Nord- Westen Rumäniens vorgeschlagen445. In Pannónia erscheint sie ab dem III. Jah­rhundert446. Unserer Meinung nach erscheinen diese Objekte im Nord- Westen Rumäniens vor allem in den Phasen C2- C3. Diese Tatsache reflektiert das Stadium der Forschungen, wir können nicht ausschliessen, 435 Bichir 1984, 47-48. 436 Opreanu 2004, 287. 437 Godfowski 1970, Pl. V. 25. 438 Prohászka 2006, Abb. 32. 439 Prohászka 2006, Taff. 11.2-4. 440 Prohászka 2006, Taff. 11.2-4. 441 Ondrouch 1957, Tab. 30/2. 442 Ioniţă 1992, 78. 443 Cociş 2004, 147. 444 Szydtowski 1979, 27. 445 Vakulenko 1998, 241. 446 Vaday 1988-89, 87. 137

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