Gindele, Robert: Die Entwicklung der kaiserzeitlichen Siedlungen im Barbaricum im nordwestlichen Gebiet Rumäniens (Satu Mare, 2010)

4. Die Chronologie der Siedlungen

Siedlungen nicht einheitlich. Höchstwahrscheinlich gibt es einen Unterschied zwischen Datierung des mas­siven Eindranghorizonts der Przeworsk- Kultur in den Somesch- Tal, bzw. in die mit der Limes benachbarte Mikrozone vom Zalău- Tal. Das Eindranghorizont vom Somesch- Tal, reflektiert in den Entdeckungen der Siedlung von Csengersima- Petea kann man auf die Periode der Markomannenkriege datieren, die von der Nachbarschaft der Provinz auf die nachfolgende Periode. In der ersten Kontaktzone können wir die Fol­gen der romanischen Sachkultur voraussetzen, mindestens für den ersten Teil der Markomannenkriege. Sehr wahrscheinlich erscheint hier die gestempelte Keramik schon in dieser Periode. Einen Unterschied zwischen der Nachbarschaft des Limes und der Somesch- Tal können wir auch in der Phase Cla beobachten. In Here­­clean- Dâmbul Iazului trägt die Sachkultur die Merkmale des Invasivhorizonts, aber in Csengersima- Petea erscheint in dieser Periode eine Sachkultur der Keramik, wobei die scheibengedrehte Keramik schon intensiv benutzt ist und es erscheinen sowohl archaische Formen der germanischen als auch der dakischen Sachkul­tur. Der Einfluss, der das invasive Horizont der Sachkkultur verändert, kommt im kleineren Ausmass sehr wahrscheinlich aus der Provinz Dacia, und höchstwahrscheinlich vom Lokalraum vor der Markomannenk­riege (Keramikproduktion von Medieşu Aurit- Şuculeu). Im aktuellen Stadium der Forschungen, in unserem Arbeitsumfeld hilft uns die sarmatische Bügelfibel wegen Mangel an gut definierte Kontexte für die Bestim­mung des Kulturumfeldes der Phase Cla nicht. Die Phasen Clb- C2. Die wichtigste relevante Entdeckung für die Definition dieser chronologischen Phasen in den Siedlungen des Nord- Westraums Rumäniens ist eine Silberfibel in Culciu Mare- Bogilaz (Wohnung S2B2), verziert in Filigrantechnik (Abb. 65. 9). Die Fibel hat einen hohen armbrustförmigen Spangenhalter. Der Spangenhalter ist durch zwei Zapfen durchbohrt, mit zwei azfgewickelte Drahtstücken an den Enden, verziert in Filigranen­­technik. . Der Bogen hat einen Halbkreisdurchschnitt, durch den Kopf gehen 3 Federn, mit je 13 Windungen an jeder Seite, mit verziertem Kopf mit je 3 Windungen in Filigranentechnik, die Filigrandrahte sind auch auf dem Körper des Fibels aufgewickelt, je zwei beim Treffen mit dem Fuss und Kopf. Der Fuss endet in einem plattgeschlagenen profilierten Knopf. Bein Treffen dieser mit dem Fuss sind darauf zwei Filigrandrahte aufge­­wickelt..Grössen: I: 56 mm Länge der Zapfen vom Kopf 54 mm, Länge der Zapfen vom Spangenhalter: 20,5 mm, Länge der Spangenhalter: 23 mm (es wurde gebogen, sehr wahrscheinlich hatte sie eine Länge von 33 mm), Körperdicke 8,5 mm, Breite des plattgeschlagenen Knopfes vom Fuss: 5,5 mm. Die wichtigste Elemente, die den Luxuscharakter der Fibel von Culciu Mare hervorheben sind folgende: Edelmetall (Silber), grosse Dimension im Vergleich mit den einfachen Varianten, Filigranverziertechnik, zwei Transversalstangen durch die Spangen und drei Federn durch den Kopf. Die zwei Stangen durch den Spangenhalter haben Verzierrolle. Nähere Analogie für zwei Stangen durch den Spangenhalter finden wir bei der Silberfibel im Grab 32 von Medieşu Aurit- La Leşu431, die etwa 15 km entfernt von Culciu Mare entdeckt wurde. Fibeln mit Spangenhalter mit einer einzigen Stange bildeten das Thema von zwei näheren Studien. Das Exemplar von Lubnice wurde aus Bronze gefertigt, gehört zum Typ Almgren 211, und wurde auf die Phasen Cla- Clb432 datiert. Ähnlich wie diese sind die Fibel von Zalşcino, Cz^stów Polski, Elbing- Pole Nowomiejskie433 und sehr wahrscheinlich auch diejeniege von Zalău- Bd. Mihai Viteazu434. Von diesen unterscheidet sich ein bischen das Exemplar von von Mätäsaru, der wurde aus Silber 431 Horedt 1973, Abb. 5. 432 Andrzejowski 1999-2001, 62. 433 Andrzejowski 1999-2001, 56, Abb.2.; Opreanu 2004, Abb.l. 434 Matei - Stanciu 2000, 518, Abb. 337.2. 135

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