Gindele, Robert: Die Entwicklung der kaiserzeitlichen Siedlungen im Barbaricum im nordwestlichen Gebiet Rumäniens (Satu Mare, 2010)
4. Die Chronologie der Siedlungen
Erde ausgebaggert wurde, mehrere aufeinandergestezte Befunde entdeckt wurden. Der untere Befund wurde vom Autor auf die erste Hälfte des II. Jh und der obere Schicht auf den letzten Drittel des II.- Anfang des III. Jahrhunderts datiert404. Das archeologische Material, das aus dem älteren Befund stammt, ist durch die Anwesenheit der handgeformten Keramik dakischer Art charakterisiert, mit alveoliertem Gürtel und plastischen Knöpfen verziert, und durch das Fehlen der Keramik die der Przeworsk- Kultur angehört charakterisiert. Zwei Drittel der Keramikentdeckungen wurden scheibengedreht. Unserer Meinung nach, obwohl nur sehr wenige Entdeckungen vorhanden sind, deuten die bei der Siedlungen erwähnte Befunde an die Existenz eines chronologischen Horizonts, vor den Markomannenkriegen im nord- westlichem Raum Rumäniens und auf den Gebieten von der Ukraine und Ungarn, die sich geografisch gesehen an diese Region knüpfen. Dieser Horizont der Entdeckungen, vor allem die Keramik, unterscheidet sich sehr deutlich vom Horizont der Markomannenkriege. Die Periode der Markomannenkriege. Phase B2/C1 Die Phase der Markomannenkriege wurde theoretisch von der Voraussetzung großer Veränderungen, was die Sachkultur im Barbaricum von Mitteleuropa angeht bestimmt. Diese Veränderung der Sachkultur wurde von politischen Ereignissen verursacht (vielleicht auch von klimatischen), das Verlassen einiger Wohnorten und die Übersiedlung der Bevölkerung in neue Zonen, was implizit auch den Anstieg oder das Versinken der Einwohnerdichte in bestimmten Zonen und die Veränderung der Sozialschichten infolge von Anhäufung oder Verlieren von Vermögen und Sozialstatus während der Kriege405verursachte. Diese Veränderungen erfolgten möglicherweise auch im nord- westlichen Raum Rumäniens. Die Reflektion dieser im archeologischen Material der Siedlungen weist einige lokale Merkmale auf. In den Siedlungen vom Nord- Westen Rumäniens entscheidet sich das Horizont der keramischen Entdeckungen viel von den anderen. In der Füllung der Befunde wurde fast ausschliesslich handgeformte Keramik, mit vielen Analogien in der Przeworsk- Kultur entdeckt. Diese Siedlungen sind Hereclean- Dâmbul iazului und Panic- Uroikert in der Mikrozone von der Nachbarschaft des Limes aus dem Tal des Flusses Zalău und die Entwicklungsphase la-b der Siedlung von Csengersima- Petea cca. 100 km vom Limes entfernt, im Somesch- Tal. Der Sporne der von uns studierten Zone wurden vor kurzem in einer Studie von M. Ardelean406 katalogiert. Diese Objekte können die Verbindung zwischen dem Funebralhorizont und die Gräber der Kämpfer hersteilen, aufgrund dieser wurde die chronologische Phase der Markomannenkriege und die Entdeckungshorizonte der Siedlungen definiert. Sporn Typ Ginalski D407. Wurde in Pericei- Strada Gouţ nr. 767408entdeckt (Abb. 63. 3), leider aber ohne Kontext. In der Siedlung kennen wir bis heute zwei Entwicklungsphasen, aber keine von diesen represäntiert die Merkmale der Kontexte, die bis jetzt mit dem Eindringen der Przeworsk- Kultur aus der Periode der Markomanankriege in Verbindung gesetzt wurden. Sporn tip Ginalski E409. Der Sporn von Zaläu-Bd. Mihai Viteazu 104-106 Wohnung4410 (63. 1, 2)erscheint allgemein in Gräbern aus dem 1. Horizont der Waffengräber der Przeworsk- Kultur, aber erscheint manchmak 404 Pop - Pripon - Csok 2004,689. 405 Domanski 1992, 129. 406 Ardeleanu 2009. 407 Ginalski 1991. 408 Ardelean 2009, 67, Abb.2. 409 Ginalski 1991. 410 Matei - Stanciu 2000,525, PL 344,4. 131