Ciubotă, Viorel - Nicolescu, Gheorge - Ţucă, Cornel (szerk.): Jurnal de operaţiuni al Comandamentului Trupelor din Transilvania (1918-1921) 2. (Satu Mare, 1998)
Istorie şi Geografie Istorică / Geschichte und Landeskunde / Történelem és országismeret - Regiuni de frontieră şi zone de contact / Grenzreionen und Kontakträume / Határvidékek és kapcsolódási területek
Grundzüge der Geschichte der karpa toukraine als politisch-administra tive 211 kaufmännischen Berufen traten Juden als Unternehmer (insbesondere in der Holzverarbeitung) und Gutsverwalter auf. Die wohlhabende Oberschicht wurde im 19. Jahrhundert von Säkularisierung und Sprachassimilation zum Ungarischen geprägt, die Mehrzahl lebte innerhalb der religiösen und kulturellen ostjüdischen Strömungen, die sich z. T. in Galizien entfalteten und übernahm größtenteils gleichfalls Ungarisch als Verkehrs- und Muttersprache. Die Epoche der Habsburger Herrschaft über Oberungam 1685-1703 und 1711-1918 war in ihrer Anfangszeit von vielen Gewaltmaßnahmen gegen die Privilegien der Stände, und die Protestanten dominiert. Intensive Rekatholisierungsbemühungen unter den fast ausschließlich kalvinistischen Ungarn in Oberungam hatten nur innerhalb des Adels größere Erfolge. In den ethnisch/sprachlichen Kontaktzonen kam es bis ins 19. Jahrhundert zu nicht nur für Europa typischen, staatlicherseits nicht initiierten Sprachwechselprozessen. Es dominierte neben dem Wechsel von ruthenischen zu slowakischen Idiomen, der Wechsel aus dem Slowakischen und Ruthenischen zum Ungarischen. So erklärt sich u. a. die Existenz von einigen hunderttausend unierten (griechisch katholischen) Ungarn und Slowaken bis in die Gegenwart. Ihre Vorfahren vollzogen im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nun schon unter dem Einfluß durch die ersten Vertreter der neuzeitlichen Nationswerdungsprozesse im ländlichen Raum (Lehrer, Klems, untergeordnete Bürokratie) einen sehr allmählichen Identitätswandel hin zu einer der sie zu assimilieren versuchenden Nationalbewegungen (Ungarn, Slowaken, Russen, Ukrainer). Die von nationalstaatlichen Vorstellungen geprägten politischen und geistigen Eliten des Königreichs Ungarn im Zeitalter des Dualismus, die nicht ungarischsprachige Gruppen zu madjarisieren versuchten, hatten damit bei den Ruthenen bis zur Auflösung der Doppelmonarchie nur mäßigen Erfolg. Nach der Bauernbefreiung von 1848 trat die Agrarfrage in den Mittelpunkt der ökonomischen, gesellschaftlichen und politischen Probleme im nordöstlichen Ungarn. Ein massiver Bevölkemngszuwachs vor allem unter den Ruthenen, der zur Parzellierung der ohnehin kleinen Eigenlandflächen führte, die auf das Zinssystem abgestellte auf die abhängigen Bauern sehr belastend wirkende Gutswirtschaft und die durch die Behörden okroyierte Umformung der Besitz- und Wirschaftsweise innerhalb der nach gewachsenen lokalspezifischen Eigenrecht lebenden dörflichen Gemeinschaften, besonders der Huzulen die gezwungen wurden einen größeren Teil ihrer Viehweiden in meist karge Ackerflächen zu verwandeln, was in den Augen der Betroffenen auch als Statusverringerung angesehen wurde, führte