Diaconescu, Marius (szerk.): Mediaevalia Transilvanica 1998 (2. évfolyam, 1. szám)
Etnie şi confesiune
158 Sipos Gábor Hochschule, welchen Charakter sie jahrhundertenlang beibehielt. In den 1570-er Jahren waren hier berühmte ausländische Gelehrten tätig, wie z. B. Johann Sommer (der Schwiegersohn des David), Jacobus Palaeologus, ein europaweit verfolgter Vertreter des radikalen Antitrinitarismus, und wahrscheinlich - für kurze Zeit - auch Matthias Vehe-Glirius der berühmte Pfälzische Anführer der judaisierenden Richtung. Nach der Verhaftung David sank das Niveau des Unterrichtes, aber zu Beginn der 1580-er Jahre erhöhte es sich wieder, nicht zuletzt unter dem rivalisierenden Einfluß jener Hohen Schule der Jesuiten, die 1580 in Klausenburg eröffnet und 1581 durch Stephan Báthory auf den Rang einer Universität erhoben wurde. Die Konkurenz war erfolgreich für die Unitarier. Der Jesuitenlehrer Petrus Frieschbier (Saxo) trat 1583 in die unitarische Gemeinde ein, und ein Teil seiner Studenten folgten ihm in die unitarische hohe Schule. Frieschbier wurde daselbst im April 1585 sogar zum Rektor gewählt. Das wissenschaftliche Niveau der unitarischen Schule stieg weiter, als 1585 Christian Francken, ein in Polen zum Unitarismus konvertierter deutscher Exjesuit nach Transylvanien floh, und im unitarischen Kollegium das Amt des philosophischen Lektors bekleidete. Die Vorsteher der Jesuitenuniversität probierten natürlich alles, um bei König Stephan Báthory die Landesverweisung der beiden Exjesuiten zu erreichen, aber wegen dem beharrlichen Boykott des unitarischen Stadtrates sowie der gewaltfreien Politik des Königs kam es nicht zu einer Verhaftung. Francken begab sich jedoch aus freiem Willen nach Kaschau (Kosice). (Es sei noch erwähnt, daß die Jesuiten 1583 auch die Übergabe des unitarischen Schulgebäudes verlangten, aber Stephan Báthory war klüger: er dachte gar nicht daran, inmitten einer unitarischen Stadt eine derartige Bitte zu erfüllen.) In der Schule lehrten aus einheimische Lehrer, wie z. B. der Leschkircher Johann Femmich, der ab 1580 Lektor, dann ab 1585 auch Rektor des Gymnasiums war. Die reformierten Stadtschulen (Neumarkt, Großenyed, Weißenburg, Fogarasch-Făgăraş) stiegen nur selten -dank der Persönlichkeit einiger hervorragenden Professoren - für kurze Zeit zum Landesruf auf. In dieser Reihe ist Neumarkt am bedeutendsten, seine reformierte Schule, obwohl die Einkünfte in der Báthory-Zeit zurückgegangen sind, konnte sich mit einigen, in Ausland theologisch gebildeten Dozenten rühmen. Petrus Laskói Csókás unterrichtete hier 1580-81 nach seinen Studien in Wittenberg. In diesen anderthalb Jahren schrieb er seine berühmte theologische Arbeit, das Speculum trinitatis... Zwischen 1574—1585 war in Weißenburg der Prediger Benediktus Ilosvay tätig, der auch in der dortigen reformierten Schule gelehrt hat. Er hat früher seine akademische Bildung in Wittenberg vervollkommnet. Von Anfang an machte die siebenbürgische Reformation für die Verbreitung der neuen Ideen Gebrauch von der Buchdruckerei. Die sächsische Lutheraner benutzten noch lange Jahrzente die von Honterus gegründeten Kronstädter un Herrmannstädter Druckereien. In Klausenburg gründeten Georg Hofgreff und Casparus Heltai eine Druckerei im Jahre 1550, welche, unter der Leitung Heltais bis