Diaconescu, Marius (szerk.): Mediaevalia Transilvanica 1998 (2. évfolyam, 1. szám)

Etnie şi confesiune

Die ungarischen Protestantischen Kirchen Siebenbürgens 155 und sie mittels Aufsicht und Lehre in die trinitarische Gemeinschaft bekehren möge, „aber ohne Anwendug von Gewalt.“ Ein Jahr später hielt Bischof Tordai, gerüstet mit einer order des Wiowoden Christoph Báthory im Weißenburger Komitat eine Kirchenvisitation. Die dort gestellten Fragen bezogen sich tatsächlich auf die konfessionellen Unterschiede der reformierten und unitarischen Kirche. Wir kennen die Ablauf der Untersuchung nicht, aber aus dem Inhalt der Order scheint deutlich zu sein, daß während der Verhöre die Gewalt - dem Gesetz entsprechend - vermieden wurde. Ein ähnliches Befugnis erhielten am 24 April 1580 vom Woiwoden Christoph Báthory die ungarischsprachigen Lutheraner der Region Szilágy (Sălaj). Danach konnten ihre Senioren Visitationen abhalten in den Kirchengemeinden, untersuchten die Lebensführung und das Lehren der Pfarrer, und hatten das Recht, an die Stelle der antitrinitarisch gesinnten, „arianischen“ Pfarrer „fromme und würdige“ Pfarrer einzusetzen. Die Superintendentur des Alesius bestand aus neun Dekanaten (Gyalu- Giläu, Küküllő-Kokelburg-Tírnava, Maros-Muresch-Mures, Belsöszolnok- Innerszolnok-Solnocul Interior, Doboka-Dăbîca, Torda-Thorenburg-Turda, Kalotaszeg-Cälata, Gyulafehérvár-Weihenburg-Alba Iuüa, Hunyad-Hunedoara), und dazu gehörte auch das lutherische Landkapitel von Teckendorf-Teke-Teaca und das gemischte, reformierte-lutherische Landkapitel von Schogen-Sajö-Sieu. Nach der Trennung der Unitarier wurden Reorganisierungen notwendig, das Kapitel von Gyalu vereinigte sich mit dem Dekanat von Kalotaszeg, das Dekanat von Innerszolnok mit Doboka. In dieser Zeit wird das einheitliche Dreistühler (Háromszék-Treiscaune) Dekanat zum erstenmal erwähnt, in dem die reformierte Mehrheit und die unitarische Minderheit in demselben administratives Rahmen lebten. Die zwei lutherisch-reformierten Landkapitel haben auch weiterhin die Jurisdiktion der reformierten Nachfolger von Alesius anerkannt. Aus der Zeit des Nachfolgers von Tordai Sándor, des Bischofs Matthäus Göcsi (1579-1585) stammt auch die erste Erwähung des Dekanates von Odorhellen (Székelyudvarhely- Odorhei). So bestand nach verschiedenen Organisierungen die siebenbürgische reformierte Kirche in der Zeit des Stephan Báthory aus zehn Dekanaten. Über das geistliche Leben dieser zehn Dekanate wissen wir in unserer Periode sehr wenig. Vereinzelte Daten erwähnen jedoch die Namen einiger Dechanten: Benediktus Ilosvay in Weißenburg, Matthäus Toronyai in Gyalu, Matthäus Göcsi in Neumarkt (Marosvásárhely-Tírgu Mures), Urbánus Koppányi in Großenyed. Im Rahmen der selbständigen antitrinitarischen Superintendentur bildeten sich neun Dekanate: Odorhellen-Udvarhely-Odorhei, Muresch-Maros-Mures, Kolozs-Doboka-Cluj-Dăbâca, Thorenburg-Torda-Aranyos - Turda-Arieş, Weißcnburg-Feher-Alba, Kokelburg-Küküllő-Tírnava, Kalotaszeg-Călata, Kraszna-Középszolnok-Crasna-Solnocul de Mijloc, Innerszolnok-Belsőszolnok- Solnocul Interior. Ihre Dechanten sind erstmalig in den 1580-er Jahren erwähnt.

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