Georg Lehner, Monika Lehner (Hrsg.): Sonderband 6. Österreich-Ungarn und der „Boxeraufstand” in China (2002)
Die Heimkehr
Die Heimkehr Kommandierenden VA Sir Cyprian Bridge einen Besuch abstatten und holte daher entsprechende Erkundigungen ein, um eventuell noch Weihaiwei anzulaufen. Am 20. Juli 1901 lief die Admirals-Yacht .Alacrity“ in Yantai/Zhifu ein - mit nur einem Ziel: „Viceadmiral Bridge Hess mir sagen, dass er gekommen sei, um mich zu besuchen“. Am 20. Juli wurde eine Boots-Regatta für die Bemannungen aller vier Schiffe arrangiert, die Preise waren von den Stäben der k. u. k. Escadre in Ostasien gespendet worden. KA Montecuccoli ließ die Preisverleihung in Anwesenheit von Angehörigen aller Stäbe auf dem achteren Freideck des Flaggenschiffes vornehmen, wobei er den Bemannungen der siegreichen Boote eine Ansprache hielt und sie aufmunterte im Dienste stets zu trachten die Ersten zu sein, um dadurch ihre Kameraden zu edlen [sic!] Wetteifer anzuspomen, dann werde der k. und k. Kriegs-Marine der Erfolg auch in Hinkunft gesichert sein.2445 Am 23. Juli 1901 gingen S.M.S. „Kaiserin Elisabeth“ und S.M.S. „Zenta“ für zwei Tage zur Kohlenergänzung nach Weihaiwei ab - womit die notwendigen Vorbereitungen für die Heimreise fast abgeschlossen waren.2446 Am 26. Juli „um 9 Uhr a. m. traf das Allergnädigste huldvolle Telegramm Allerhöchst Seiner Kaiserlichen und Königlichen Apostolischen Majestät ein, dessen Verlautbarung in feierlicher Weise ich mir bis zum Tage des Auslaufens der heimkehrenden Schiffe vorbehielt.2447 Nach einem Abschiedsabend der Stäbe der in Ostasien zurückbleibenden Schiffe wurde am 28. Juli 1901 eine feierliche Messe zelebriert, nach der KA Montecuccoli das Telegramm verlas: Anlässlich der Rückkehr Meiner Schiffe „Kaiserin Elisabeth“ und „Zenta“ in die heimatlichen Gewässer fühle Ich Mich mit Freuden bewogen, Ihnen, den Schiffscommandanten und den Stäben, sowie der Mannschaft Meiner Escadre in Ostasien für die in schwierigen, ungewohnten Verhältnissen aufopferungsvoll und erfolgreich geleisteten Dienste Meinen wärmsten Dank mit dem herzlichen Wunsche einer glücklichen Heimkehr auszusprechen. Franz Joseph2448 KA Montecuccoli Ebenda, fol. 134r, ECiO an RKM/MS, Res.Nr. 81I/M. Vorfallenheitsbericht für die Zeit vom 16.7. bis 28.7.1901 (In See, 28.7.1901). LSK Haus bemerkte dazu in seinem Tagebuch unter dem 24. Juli in Yantai/Zhifu: „1 Uhr laufen .Elisabeth1 und ,Zenta1 nach [Weihaiwei] zum Kohlen aus, sie werden dann wieder herkommen um den Admiral einzuschiffen und endgiltig nach Hause abzufahren. Den Weg [Yantai/Zhifu - Weihaiwei] müssen sie also statt einmal, dreimal machen, nur damit der Admiral drei Tage länger auf „Maria Theresia“ bleiben kann, was den Staat also wenigstens 1 600 Kronen kostet. Wenn es sich aber darum handelt, einige Kreuzer für sich zu ersparen, dann kehrt Monte den ökonomischen Standpunkt sehr energisch hervor, wie zum Beispiel heute, wo er Kader vorwarf, da[ss] er das früher gebrauchte Kommandanten Service eingepackt und dafür das Admiral Service, welches weniger angeschlagen ist, in Verwendung gelassen hat. Ein Egoist und Schäbian! [...]“ [KA, B 241:5/1, S. 56], KA, MS/OK 1901 -V-5/17, No. 2 121, fol. 133', ECiO an RKM/MS, Res.Nr. 811/M. Vorfallenheitsbericht für die Zeit vom 16.7. bis 28.7.1901 (In See, 28.7.1901). Winterhaider (1902), S. 572 627